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stammt.  Als  ein  Bischof  von  Rupertsland  eingeführt  wurde, ­
  da  geschah  dies  wohl  nur,  um  einerseits  den  besagten ­
  Vorwürfen  aus  dem  Wege  zu  gehn  und  andrerseits, ­
  weil  man  davon  eine  günstige  moralische  Einwirkung ­
  auf  die  eignen  Leute  erhoffte.  Offenbar  wäre  es
ganz  verfehlt,  wenn  man  den  Worten  Martins  Glauben
schenken  wollte,  der  den  „Christian  conduct”  der  Company ­
  hervorhebt. 75 )  Es  ist  aber  auch  nicht  einzusehh,
inwiefern  ihre  ablehnende  Stellung  zur  Mission  dem  Staate ­
  irgendwie  Schaden  gebracht  hätte.
Man  hat  ihr  auch  Vorwürfe  gemacht,  dass  sie  überhaupt ­
  die  Indianer  schlecht  behandle  und  besonders  durch
Verkauf  von  Spirituosen  demoralisiere.  Der  Handel  brachte ­
  aber  im  Gegenteil  eine  gute  und  loyale  Behandlung
der  Indianer  mit  sich,  |und  seit  1836  war  es  streng  verboten,
„Feuerwasser”  den  roten  Leuten  zu  verkaufen.  Das  geschah ­
  allerdings  auch  nur  im  Interesse  des  Geschäfts,
denn  man  sah  ein,  dass  der  Alkohol  die  Indianer  zur
Jagd  tu  ntüchtig  machte  und  Schlägereien  und  Streitigkeiten ­
  hervorrief,  die  gefährlich  werden  konnten.
Die  Ansicht,  dass  das  Monopol  der  Company  nationalökonomisch ­
  unvorteilhaft  gewesen  sei,  mag  etwas  Wahres ­
  für  sich  haben,  aber  dann  war  das  Monopol  eben
ein  notwendiges  Uebel;  denn  der  Pelzhandel  konnte  wirksam ­
  nur  durch  seine  Korporation  betrieben  werden,  aber
eine  Handelsgesellschaft  ohne  das  Privileg  des  Monopols
war  undenkbar.
Endlich  ist  es  ja  eine  Tatsache,  dass  der  Pelzhandel
sich  nicht  mit  der  Kolonisation  vertrug,  dass  also  die  Company ­
  der  Besiedelung  entgegenwirken  musste,  wie  sie  .es  ja
auch  tatsächlich  getan  hat,  indem  sie  Sorge  trug,  dass
über  die  Fruchtbarkeit  einzelner  ihrer  Gebiete  nichts  bekannt ­
  wurde  und  ihr  Land  ängstlich  gegen  alle  Ein-76

 )  Martin,  S.  111.