Die Betriebsbuehführang. 78 Um die Beträge sämtlicher Unkosten übersichtlich und monatweise neben einander zu stellen, werden sie auf Formular 53 (Unkostenstatistik) übertragen und zwar nach den Quellen geordnet, aus welchen sie her rühren. Die auf der Unkostenstatistik vorhandene Rubrik „Diverse“ dient der Eintragung des Anteils an Abschreibungen, Beiträge an die Berufs genossenschaft, Kosten für Heizung und Lüftung, Feuerversicherungs prämien und Beträgen für Wasser und Gas. Diese sechs Posten werden in der Buchhalterei für die einzelnen Abteilungen berechnet und den Lohnbureaus aufgegeben. Die neben einander stehenden Beträge der Unkostenstatistik werden horizontal addiert und der Gesamtbetrag in Rubrik „Summe“ ausgeworfen, so daß auch eine Addition der sämtlichen untereinander stehenden Konten erfolgen kann. Zu den so ermittelten eigenen Betriebsunkosten wird der Anteil an allgemeinen Betriebsunkosten addiert und der Gesamt betrag aller vom Maschinenbau zu tragenden Betriebsunkosten steht alsdann fest. Allerdings entsprechen die Summen einzelner Rubriken nicht den in dem betreffenden Monat tatsächlich verausgabten Beträgen, was besonders bei den Arbeiten fremder Abteilungen und der eigenen Werkstatt zutrifft, denn diese gelangen erst im Monat der Fertigstellung zur Eintragung, während die Löhne teilweise schon früher gezahlt wurden. Dieser Fehler tut dem Wert der Unkostenstatistik jedoch keinen Abbruch, zumal er sich um so mehr ausgleicht, je mehr Monate die Statistik umfaßt, denn den Summen und Prozentsätzen des einzelnen Monats stehen dann die Ge samtsummen- und Prozentsätze aller verflossenen Monate gegenüber. Um sowohl die Beträge der einzelnen Konten als den Gesamtbetrag in Prozenten der produktiven Löhne ausrechnen zu können, muß noch die Summe der produktiven Löhne ermittelt werden. Dies geschieht, indem man die in Rubrik „Arbeiten im eigenen Betriebe“ ermittelten unproduktiven Löhne von den Gesamtlöhnen des betreffenden Monats in Abzug bringt. Wollte man als Betrag für produktive Löhne alle an die produktiven Ar beiten gezahlten Löhne lt. Lohnbuch für diesen Zweck herausziehen und als Divisor benutzen, so würde man zu einem falschen, und zwar zu günstigem Ergebnis kommen, da ein Teil der produktiven Löhne für Reparaturen usw. gezahlt wird, also tatsächlich unproduktiv ist. Der so ermittelte Durchschnittsprozentsatz der Betriebsunkosten dient nur zur Kontrolle und Statistik. Um die Betriebsunkosten zwecks Ermittlung der Selbstkosten der Fabrikate auf die produktiven Löhne zu zuschlagen, muß berechnet werden, mit welchem Unkostenprozentsatz jede der 15 Unterabteilungen arbeitet. Hierzu ist die Zerlegung der Konten E—M erforderlich. Bei der Kontierung resp. bei Eintragung der Unkosten beträge in die Sammellisten ist daher die Nummer der die Unkosten ver ursachten Unterabteilung zu vermerken. Zwecks Ermittlung der Prozentsätze der Unterabteilungen wird folgende Aufstellung gemacht: