Die Bewertung. 177 Jeder der aufnehmenden Beamten erhält eine Mappe (Schnellhefter), in welcher einige Formulare für die Aufnahme (Form. 118) eingeheftet sind. Außerdem wird jeder Mappe eine Vorschrift für das Aufnahmeverfahren beigegeben (Form. 119). Wie die Aufnahme vor sich geht, ist aus den Informationen und Formularen zu ersehen. Die im Text des Formulars 119 ad 3 erwähnten Zettel sind in Formular 120 veranschaulicht. Die Beaufsichtigung der aufnehmenden Beamten wird von den Re visoren ausgeübt, welche die Richtigkeit der Aufnahme stichprobenweise prüfen. Auf Grund der Inventurzettel, welche die Nummer des Aufnehmers und die laufende Aufnahmenummer tragen, kann der Revisor den einge tragenen Posten in der Inventurliste leicht finden. Die Inventaraufnahme in den Werkstattswerkzeuglagern geschieht in der Weise, daß die Verwalter dieser Lager die Werkzeuge nach Arten und Größen in besondere Listen eintragen. Solche Werkzeuge, die sich im Besitz der Arbeiter befinden, werden von diesen am Tage vor der Inventur auf der Werkzeugliste (Form. 121) aufgeführt. An den Inventurtagen werden die Aufnahmen kontrolliert und dann dem Lohnbureau übergeben, welches dieselben dahin prüft, ob sich der aufgenommene Bestand mit dem Sollbestand deckt, der dem Arbeiter übergeben worden ist. Der Modellbestand ergibt sich aus den in der Buchhalterei befindlichen maschinenweise geordneten Modellverzeichnissen, in welche auch die Herstellungskosten eingetragen werden (s. Formular 122). Die Zeich nungen sind ebenfalls maschinenweise im Verzeichnisse auf genommen mit Angabe der nach der Arbeitsdauer berechneten Herstellungskosten (s. For mular 123). Die Bewertung. Die Bewertung der Inventarien ist eine summarische, d. h. es werden die lt. Bilanz übernommenen Buchwerte des Vorjahres nach Abzug der für das Vorjahr beschlossenen Abschreibungen zuzüglich der Neuanschaffungs beträge des laufenden Jahres als Bilanzwerte eingesetzt, ohne eine Vertei lung der Buchwerte auf die nach vielen Tausenden zählenden einzelnen Maschinen, Werkzeuge und Utensilien vorzunehmen. Die Aufnahmen der Inventarien der Klasse I (mit Ausnahme der Transmissionen) werden an Hand der Inventarblätter (Form. 115) dahin geprüft, ob sämtliche Objekte darin enthalten sind. Bei dieser Kontrolle wird auf dem Inventar blatt der Standort (in der Regel mit dem Namen des Meisters) notiert (s. Beispiel lt. Formular 115). Die Bewertung der Lagerbestände geschieht mit den auf den Skontro- blättern eingetragenen Selbstkosten. Die Selbstkosten der auf Lager be findlichen Maschinen stehen bekanntlich auf der Kontrollkarte (Form. 54). Bei solchen Waren, die einen Markt- oder Börsenpreis haben, wird bei niedrigerer Notierung per 31. Dezember als der Buchwert ist, der Tages preis eingesetzt. Lilienthal, Fabrikorganisation. 12