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genteil,  wie  ich  schon  in  anderem  Zusammenhänge  zu  zeigen  unternommen ­
  habe  J ),  dürfte  man  in  der  Lohnzahlung  nach  Massgabe
des  Arbeitserfolges  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  für  die  Mehrzahl
  der  Handwerke  die  ältere  Lohnbemessungsmethode  zu  erblicken ­
  haben.  Dieser  älteren  Lohnbemessungsmethode,  die  noch
aus  der  Entwicklungsstufe  des  gewerblichen  Arbeitsverhältnisses
stammt,  auf  der  Meister  und  Geselle  nebeneinander  dem  Arbeitsbesteller ­
  als  Lohnempfänger  gegenübergetreten  sind,  steht  die
neuere  einigermassen  kontrastierend  gegenüber.  Ueberwiegend
war  wohl  auch  der  Zusammenhang  mit  der  älteren  völlig  verloren
gegangen,  als  die  Arbeitsorganisation  des  gewerblichen  Grossbetriebes ­
  diese  Entgeltbemessungsmethode  wieder  zutage  förderte.
Die  Kontinuität  ist  jedenfalls  durch  eine  ausgesprochene  Periode
vorherrschender  Zeitlöhnung  gestört.
Für  das  neue,  sozusagen  moderne  Werklohnsystem  versucht
Bernhard  die  entscheidenden  Entwicklungsbedingungen  klarzustellen. ­
  Manchen  sehr  richtigen  Gesichtspunkt  für  die  Erklärung
der  »Entwicklung  der  Akkordarbeit«  hat  er  zweifellos  herausgehoben ­
  1  2 ),  so  vor  allem  das  kapitalistische  Interesse,  dass  die  in
den  allzu  rasch  technisch  überholten  Maschinen  steckenden  Kapitalswerte ­
  möglichst  bald  amortisiert  werden.  Aber  einerseits
stellt  Bernhard  selbst  den  Einfluss  dieses  Momentes  auf  die  Verbreitung, ­
  bezw.  Einführung  des  Werklohnsystemes  in  denSchatten,
indem  er  darauf  hinweist,  dass  der  Arbeitgeber  andere  Mittel  gebraucht ­
  habe,  um  die  Arbeitsintensität  zu  steigern  3 ).  Anderseits
sind  gewisse  Bemerkungen  doch  etwas  zu  oberflächlich 4 ),  und
1)  Vgl.  meine  »Lohnpolitik  und  Lohntheorie«  ,  Leipzig  1900  S.  43.  Dazu  auch
Webb,  Theorie  und  Praxis  der  englischen  Gewerkvereine  (Hugo)  Bd.  I.  S.  254  Note.
2)  Bernhard  a.  a.  O.  Erster  Abschnitt  passim.
3)  Ebenda  S.  17  ff.  und  24.
4)  So  wenn  er  S.  9  a.  a.  O.  schreibt:  »In  Deutschland  hatte  sich  in  der  Praxis
die  Akkordlöhnung  seit  den  vierziger  Jahren  zusehends  verbreitet.  Insbesondere  wurden
die  Eisenbahnbauten  durchweg  in  Akkord  ausgeführt.  Dies  bot  wiederum  den  Anlass,
im  Baugewerbe  und  in  Fabrikindustrien  diese  Lohnform  mehr  und  mehr  anzuwenden.
Aber  nicht  nur  in  den  Fabriken  und  im  Baugewerbe  verbreitete  sich  das  System,
sondern  es  fand  auch  Eingang  in  die  landwirtschaftlichen'  Betriebe.  Der  infolge  der
Eisenbahnbauten  seit  den  vierziger  Jahren  hervortretende  Leutemangel  sollte  durch
vermehrte  Arbeitsintensität  ersetzt  werden.«  Das  ist  natürlich  keine  Erklärung,  denn
nur  deshalb,  weil  bei  Eisenbahnbauten  Akkordlöhnung  eingeführt  war,  sind
nicht  auch  Industrie  und  Landwirtschaftsbetriebe  zu  diesem  Lohnbemessungssystem
übergegangen.  Es  haben  jedenfalls  oft  auch  zufällige  Faktoren  mitgespielt;  diese  festzustellen ­
  ,  ist  Sache  historisch-deskriptiver  Untersuchungen.  Darnach  mag  allerdings