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Zeit-  und  gegenüber  dem  Stücklohn,  sondern  gerade  auch  gegenüber ­
  dem  Halsey'sehen  und  den  diesem  näherstehenden  Systemen.
Es  bietet  vor  allem  eine  Sicherheit  gegen  eine  »Benachteiligung« ­
  des  Arbeitgebers,  die  aus  einer  irrigen,  und  zwar  zu  hohen
Grundzeit-Festsetzung  resultiert.  Die  Prämienabnahme  vom  Kulminationspunkte ­
  der  5oproz,  Zeitersparung  an  »schützt«  gegen
eine  zu  hohe  Prämie,  und  dieses  Moment  war  auch  eines  der  wichtigsten, ­
  die  Rowan  zur  Abänderung  des  Halsey'sehen  Systems  in
seinem  Sinne  veranlasst  haben  sollen.  Diesem  Vorzug  gegenüber
tritt  auch  der  Umstand  zurück,  dass  die  Anfangsersparungen  seitens ­
  der  Arbeiter  diesen  in  einem  höheren  Ausmasse  zufallen,  als
dies  beim  System  Halsey,  wenigstens  bei  einem  Prämiensatze  von
50  oder  weniger  Proz.  des  ersparten  Lohnes  der  Fall  ist,  mit  anderen ­
  Worten:  die  Prämie  ist  nach  Rowan  für  die  ersten  ersparten ­
  Stunden  höher  als  bei  fixen  Prämienraten  wie  z.  B.  nach  System ­
  Halsey,  Weir,  Taylor  und  wie  sie  sonst  heissen  1 ).  Das  soll
nun  gerade  eine  zu  Gunsten  der  Arbeiter  wirkende  Eigentümlichkeit ­
  des  Rowansystemzs  sein,  weil  angeblich  nur  die  Ersparungen
der  ersten  Stunden  wirklich  aktuell  werden.  In  scharfen  Widerspruch ­
  hiezu  treten  aber  die  Ausführungen  von  Unternehmern  z.  B.
in  der  Institution  of  the  Mechanical  Engineers  2 ),  die  ganz  besonders
die  Beobachtung  in  den  Vordergrund  rücken,  dass  unter  dem
Einflüsse  der  Zeitprämien  die  Arbeiten  in  J / 3 — 1 /i  der  festgesetzten
Grundzeiten  ausgeführt  werden  und  dass  deshalb  die  veränderliche
Prämienrate  Rowan's  für  den  Arbeitgeber  wesentlich  günstiger  sei.
Das  Ausgeführte  dürfte  im  grossen  und  ganzen  genügen,  um
die  Richtung  zu  charakterisieren,  in  der  sich  die  Bestrebungen
der  Interessenten  bewegen  3 ).  Auf  die  Folgen,  die  sich  vor  allem

1)  Vgl.  Anhang  III.

2)  März  1903  Procedings  S.  228.

3)  Literarische  Aeusserungen  zu  dem  Problem  liegen,  wie  bemerkt,  überwiegend
von  technischer  Seite  vor.  Ingenieure  haben  sich,  wie  die  vorangeführte  Literatur  erkennen ­
  lässt,  mehrfach  schon  mit  diesen  Fragen  beschäftigt.  Auffallend  ist  dabei  vor
allem  die  überwiegend  dem  Unternehmer  günstige  Betrachtungsweise;  das  Interesse
des  Arbeiters  an  dem  Prämiensystem  wird  mindestens  als  zu  selbstverständlich  angesehen ­
  und  deshalb  auch  wird  den  eigentlichen  Wirkungen  auf  die  Arbeiterschaft  meist
zu  wenig  Aufmerksamkeit  gewidmet.  Auch  an  schlechthin  oberflächlichen  Ausführungen ­
  fehlt  es  nicht  (so  Zeitschr.  des  Vereins  deutscher  Ingenieure  Bd.  47,  S.  1127  f.).
Im  Gegensätze  hiezu  steht  die  Ausarbeitung  von  Prämiensystemen,  die  die  im  Texte
besprochenen  Systeme  in  der  Richtung  verbessernd  ergänzen  sollen,  dass  unverkennbare ­
  Unbilligkeiten  in  der  Behandlung  der  Arbeiter  vermieden  werden,  so  das  System