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aus,  weil  dieses  eben  die  wichtigsten  Vorteile  des  Stücklohnsystemes
  aufweist  und  doch  über  eine  grosse  Schwierigkeit,  die
bei  dem  letzteren  aufzutreten  pflegt,  hinweghilft,  nämlich  über  das
best  verrufene  oben  besprochene  cutting  rates.
Es  liegt  ja  nahe,  dass  man  den  Uebergang  seitens  einer  Betriebsleitung ­
  vom  reinen  Stücklohnsystem  zum  Zeitprämiensystem
für  wenig  wahrscheinlich  hält.  Und  in  der  Tat  ist  in  den  oben
'erwähnten  Verhandlungen  diese  Möglichkeit  mehrfach  berührt
worden.  Von  verschiedenen  Seiten  wurden  Zweifel  geäussert,  dass
die  Arbeiter  sich  dazu  bestimmen  lassen  könnten,  vom  Stücklohn
zum  Prämiensystem  überzugehen,  da  doch  das  Rechenexempel
sehr  einfach  sei,  dass  der  Arbeiter,  der  eine  mit  io  Stunden  bemessene ­
  Arbeit  im  Stücklohn  in  5  Stunden  durchführe,  bei  gleichem ­
  Arbeitserfolg,  unter  dem  günstigen  System  Weir  beispielsweise ­
  (50  Proz.  Prämie)  eine  Einbusse  des  Arbeitsverdienstes  um
ein  Viertel  erfahre.  Um  den  Uebergang  zu  ermöglichen,  müsste
in  der  Festsetzung  der  Grundzeiten  eine  Berechnungsweise  platzgreifen, ­
  durch  die  dem  Arbeiter  die  Erhaltung  seines  Stücklohnverdienstes ­
  gesichert  würde,  dann  falle  aber  doch  eigentlich  das
Interesse  des  Arbeitgebers  an  dem  Systemwechsel  weg.  Allen
diesen  Bedenken  gegenüber  wurde  auf  die  Tatsache  hingewiesen,
dass  sich  Arbeiter  zu  solchen  Uebergängen  verstanden  haben.
Ausserdem  aber  wurde  eingestanden,  dass  der  Uebergang  vom
Stücklohn  zum  Prämiensystem  allerdings  nur  dort  erörterungsfähig
werde,  wo  ein  Arbeitgeber  sich  mit  dem  Gedanken  trage,  die
Stücklohnsätze  herabzusetzen.  Dieses  Herabsetzen  der  Stücklöhne,
sobald  der  Arbeiter  es  durch  seine  Fertigkeit  zu  einer  nicht  mehr
gewöhnlichen  Höhe  des  Arbeitsverdienstes  gebracht  hat,  bringt
den  Arbeitgeber  in  Misskredit  und  verursacht  stets  einen  Konflikt. ­
  Wenn  daher  durch  einen  Systemwechsel  ein  Weg  gefunden
wird,  dasselbe  Ziel  oder  wenigstens  einen  ähnlichen  Erfolg  ohne
dieses  plötzliche  Abbrechen  eines  zugesicherten  Lohnsatzes  zu
erreichen,  so  ist  es  wohl  nur  selbstverständlich,  dass  dieser  Weg
beschritten  wird 1 ).  Das  »cutting-rates«  hatte  bei  den  Engländern
namentlich,  wie  auch  die  mehrerwähnten  Verhandlungen  erkennen
lassen,  ganz  bedeutende  Dimensionen  angenommen,  wodurch  die  S.

1)  Hierüber  ist  u.  a.  auch  die  gleichfalls  in  der  Zeitschrift  des  Vereins  deutscher
Ingenieure  sich  abspielende  Kontroverse  zweier  Praktiker  zu  vergleichen,  Bd.  47,
S.  172  und  439.