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beugt  nun  in  der  Tat  das  Prämiensystem  vor.  Um  dies  ganz  anschaulich ­
  zu  vergegenwärtigen,  verweise  ich  nochmals  auf  die  graphische ­
  Darstellung  der  Lohnbewegung  durch  Kurven,  die  ich  im  Anhang ­
  III  zur  Erläuterung  beigegeben  habe.  In  der  Figur  ist  deutlich
zu  erkennen,  wie  die  Differenz  zwischen  dem  Werklohnsatz  für
die  betreffende  Arbeit  einerseits  und  zwischen  dem  Lohnbetrag,
der  beim  System  Halsey  *)  auf  die  Arbeit  entfällt,  anderseits  mit
jeder  Verminderung  in  der  aufgewendeten  Zeit  grösser  wird.  Die
mit  Schraffen  versehene  Dreiecksfläche  (AWX)  beschreibt  dieses
Wachstum.  Sobald  die  verwendete  Zeit  nahe  an  1 /i 0  der  eingeräumten ­
  Grundzeit  kommt,  ist  der  Lohn  für  die  betreffende  Arbeit ­
  bereits  fast  auf  1 / 8  der  ursprünglich  in  Aussicht  genommenen
Höhe,  auf  1 / 8  der  Höhe  des  Werklohnsatzes  herabgesunken.  Oder
um  einen  konkreteren  Fall  zu  wählen:  bei  Abnahme  der  gebrauchten ­
  Zeit  um  die  Hälfte  (also  auf  5  Stunden)  ist  der  Betrag,  der
für  die  Arbeit  entfällt,  auch  schon  auf  2 / 3  des  Werklohnsatzes  gefallen. ­

Es  kann  also  gar  keine  Rede  davon  sein,  dass  hier  der  Lohn
trotz  der  Veränderung  der  Produktivität  in  einem  konstanten  Quotienten ­
  des  Produktes  besteht,  wie  dies  Rodbertus  fordert 2 );  denn
ist  z.  B.  der  Lohn  bei  Herstellung  der  Arbeit  innerhalb  10  Stunden ­
  P/n  etwa  =  1 / 4  des  Produktwertes,  so  ist  er  im  System  Halsey
nach  dem  Gesagten  bei  bloss  5  ständiger  Arbeitsdauer  nur  noch
2 / 3  .  P/n  also  2 /i 2 .  Vielmehr  ergibt  die  Analyse  des  Zeitprämiensystems,
  dass  der  Arbeiter  ganz  offenkundig  den  Erfolg  jener
Produktivitätssteigerung,  die  ausschliesslich  auf  die
Entwicklung  seiner  Potenzen  zurückzuführen  ist,  nur  zu  einem
Bruchteil  für  sich  selbst  erringt,  dass  also  mit  wachsender
Produktivität  der  Arbeit  speziell  die  Quote  des
Produktionsertrages,  die  auf  die  Arbeit  entfällt, ­
  ab  nimmt;  also  gerade  jenes  Verhältnis,  das  Rodbertus
als  bekämpfenswert  ausdrücklich  erklärt  hat,  greift  Platz.
Die  Unternehmer  suchen  es  zu  rechtfertigen,  dass  von
dieser  ausschliesslich  auf  die  Potenzen  des  Arbeiters  zurückzuführenden ­
  Erhöhung  der  Produktivität  und  des  Ertrages  ihnen

1)  Mit  der  Prämienquote  =  1 /q.  Inwieweit  das  System  Rowan  als  vorteilhafter
für  den  Arbeiter  angesehen  werden  kann  s.  S.  50  f.
2)  Rodbertus’  literarischer  Nachlass  Bd.  III.  8.  Fragment,  sowie  Rodbertus’
Briefe  und  sozialpolitische  Ansichten  (hrsg.  v.  Meyer)  Bd.  II.  S.  555  5  vgl.  auch  meine
Lohnpolitik  und  Lohntheorie  S.  180.