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schärft  und  die  Grundpfeiler  eines  gleichmässig  gesicherten  Wirtschaftsverlaufes ­
  untergräbt,  welcher  volkswirtschaftlichen  oder  lokalen ­
  oder  auch  speziell  einzelne  Industrien  erfassenden  Kreisen  Tür
und  Tor  öffnen  hilft,  ohne  dass  die  durch  solche  Konsumtionserweiterung ­
  verursachte  Vermehrung  der  Nachfrage  auf  dem  Arbeitsmarkte ­
  von  irgend  grösserem  Belang  werden  könnte.
Also  auch  von  der  Erhöhung  des  Arbeitgebereinkommens  aus
Mitteln,  die  im  Falle  einer  anderen  Lohnbemessung  den  Arbeitern
kraft  ihrer  Leistungserhöhung  zukommen  würden,  ist  keine  Wirkung ­
  zu  erwarten,  die  auch  nur  annähernd  Anhaltspunkte  dafür
böte,  dass  die  Verkürzung  der  auf  die  Produkteinheit  entfallenden
Lohnquote  der  Gesamtheit  irgendwie  förderlich  sein  könnte.
Die  vorstehenden  wirtschaftlichen  Zusammenhänge  sind  freilich ­
  nur  aphoristisch  angedeutet,  aber  nur  auf  diesem  Wege  analytischer ­
  Behandlung  der  Kausalzusammenhänge  ist  m.  E.  der  richtige ­
  objektive  Standpunkt  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden
Frage  zu  gewinnen.
Die  Lohnbildung  gilt  bekanntlich  sowohl  als  ein  Einkommensproblem ­
  als  auch  als  Produktionsproblem,  und  zwar  letzteres,  soweit ­
  es  sich  darum  handelt,  bei  der  Produktion  das  Ausmass  der
Opfer,  die  zur  Herstellung  neuer  Güterwerte  erforderlich  sind,  tunlichst ­
  zu  vermindern.  Diese  bisherige  Betrachtungsweise  ist  jedoch ­
  nur  sehr  beschränkt  richtig  *).  Sieht  man  näher  zu,  so  wird
man  gewahr,  dass  die  Lohnbildung  nur  insofern  ein  Produktionsproblem ­
  wird  und  werden  kann,  als  die  Lohnhöhe  die  Höhe  des
Produktionsertrages  beeinflusst.  Auch  hier  kommt  der  ökonomische ­
  Faktor  nicht  seiner  absoluten  Flöhe  nach,  sondern  nur  nach
seinem  Verhältnis  zum  Erfolge,  der  mit  dem  Aufwande  erreicht
werden  soll,  in  Betracht.  Während  wohl  das  individuelle  Interesse
des  Unternehmers  auf  die  absolute  Niedrigkeit  des  Lohnes  fürs
erste  scheinbar  insoweit  gerichtet  ist,  als  der  tunlichst  geringe
Lohnaufwand  die  Herstellungskosten  für  ihn  verbilligt  und  so  die
Differenz  zwischen  Erlös  und  Aufwand  möglicherweise  grösser
werden  kann,  ist  das  Produktionsinteresse  einer  ganzen  Volkswirtschaft ­
  an  der  Lohnbildung  durchaus  niqht  zu  identifizieren
mit  einer  absoluten  Verminderung  des  Lohnaufwandes,  vielmehr
hat  die  Volkswirtschaft  hinsichtlich  ihres  Produktionslebens  nur
das  Interesse,  dass  die  Produktion  in  solcher  Weise  vor  sich  geht,
i)  Den  Satz  habe  ich  selbst  wiederholt  uneingeschränkt  geäussert  in  meiner  Lohnpolitik ­
  und  Lohntheorie.