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dass  die  erzeugten  neuen  Güter  höhere  Werte  sind  als  die  darauf ­
  verwendeten  Kräfte.  Der  Arbeitslohn  darf  daher  nicht  als
eine  absolute  Grösse  beurteilt  werden,  eine  richtige  ökonomische
Beurteilung  hat  von  der  Beziehung  des  gesamten  Lohneinkommens ­
  zum  Gesamtwert  der  Produkte  auszugehen.
Hängt  die  Bildung  von  Werten  bei  der  Produktion  zum  mindesten ­
  nach  einer  Seite  davon  ab,  in  welcher  Weise  die  Produkte
gewertet  werden,  so  handelt  es  sich  also  wesentlich  darum,  die
Entwicklung  des  Marktes  nach  der  Seite  der
Nachfrage  zu  fördern,  dahin  zu  wirken,  dass  die  Produkte  in
Hände  gelangen  können,  in  denen  sie  einen  hohen  Grenzwert  erreichen ­
  können.
Dann  ist  also  nicht  »Mitleidschwärmerei«  und
»G  erechtigkeitsduselei«  der  Ausgangspunkt  einer  Lohnpolitik, ­
  die  die  Arbeiterschaft  mindestens  vor  Verkürzungen  ihres
Lohnes  schützen  will,  sondern  eine  solche  Lohnpolitik  wird  durch
rein  ökonomisch-  theoretische  Erwägung  notwendig.
Und  mag  man  selbst  zugeben  müssen,  dass  bei  unserer  Rechtsund ­
  Wirtschaftsordnung  die  Fortdauer  des  produktiven  Lebens
von  individuellen  Produktionserträgen  abhängig  ist,  so  ist  gegenüber ­
  dem  individualwirtschaftlichen  Standpunkt  zu  bemerken,  dass
nicht  bloss  die  Differenz  von  Erlös  und  Kosten  den  Ertrag ­
  bestimmen,  sondern  auch  eine  Multiplikationsoperation. ­
  Das  Multiplikationsproblem  besteht  darin,  dass  man
sich  die  Möglichkeit  klar  macht,  wie  vielfach  diese  auf  die  Produkteinheit ­
  entfallende  Differenzgrösse  zu  realisieren  ist 1 ).
Und  nun  nach  dieser  lohntheoretischen  Erwägung  noch  ein
Wort  zu  unserem  speziellen  Problem.

i)  Diese  Tatsache  ist  vielen  Unternehmern  nichts  Fremdes.  Deshalb  knüpft  gar
mancher  seine  Geschäftspraxis  da  an.  Eine  charakteristische  Erscheinung  hiefür
ist  es,  dass  auf  die  Signierung  der  Arbeitsprodukte,  die  von  Arbeitern  unter  Gewerk  -
vereins-Lohnbedingungen  hergestellt  sind,  (union-label  heisst  diese  Marke),  von  den
Unternehmern  selbst  angestrebt  wird,  nur  um  in  den  Arbeiterkreisen,  wenn  auch  nur
mit  mässigem  Einheitsgewinn  Absatz  zu  haben.  In  Amerika  sind  Unternehmer  so  weit
gegangen,  lokale  Gewerkvereine  unter  ihren  Arbeitern  zu  errichten,  nur  um  der  Vorteile ­
  teilhaftig  zu  werden,  auch  ihre  Waren  mit  der  Gewerkvereinsmarke  auf  den  Markt
bringen  und  mit  grossem  Umsatz  arbeiten  zu  können.  Auch  ein  Zeichen  von  der  Bedeutung ­
  ,  die  der  Konsumkraft  der  Arbeiter  beigemessen  wird.  (Vgl.
Wille  tt,  Mabel  Hurd  The  employment  of  women  in  the  clothing  trade,  vol.  XVI,
Nr.  2  der  Studies  in  history  economics  and  public  laws  der  Columbia  University  New-York,
  1902.  p.  180.)