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zeitigt  haben,  dieseUebervorteilung  nimmt  beständig ­
  ab,  nicht  unbedingt  in  dem  Sinne,  dass  alle  Arbeitsverhältnisse ­
  einer  späteren  Grundlage  mit  weniger  Uebervorteilung  und
Ausbeutung  sich  abspielen  als  diejenigen  einer  vorhergegangenen,
aber  die  gesellschaftlichen  und  wirtschaftlichen  Läuterungsprozesse
gehen  vorwiegend  unter  dem  Einfluss  der  Agglomeration  der  Uebervorteilten
  vor  sich  und  fördern  schon  um  dessentwillen  die  Interessen ­
  dieser.  Und  es  kann  dies  auch  gar  nicht  anders  sein,
nicht  der  äusseren  Ereignisse  wegen,  sondern  aus  einem  inneren
Grunde.
Die  Entwicklung  des  Verkehrs,  ganz  objektiv  aufgefasst,  und
die  Emanzipation  der  Arbeitenden  zu  selbständigen  Gliedern  in
diesem  Verkehrsleben,  von  deren  ökonomischer  Kraft  die  Intensität, ­
  Lebhaftigkeit  und  Regelmässigkeit  des  Verkehrslebens  wesentlich ­
  und  immer  mehr  abhängt,  führen  zu  einem  solchen  Kausalzusammenhang ­
  zwischen  dem  wirtschaftlichen  Gedeihen  der  beiden ­
  Parteien  des  Arbeitsverhältnisses,  dass  die  Uebervorteilung ­
  des  Arbeitenden  immer  weniger  ein  tatsächlicher ­
  dauernder  Vorteil  bleiben  kann  und
bleibt,  und  zwar  nicht  nur  für  die  Gesamtheit,  sondern  für
jedes  Glied  derselben.
Es  ist  dies  eine  Tatsache,  die  dem  wirtschaftshistorisch  geschulten ­
  Auge  nicht  entgehen  kann,  die  aber  leider  noch  viel
zu  wenig  erkannt  wird  in  denjenigen  Kreisen,  die  vor  allem  berufen ­
  wären,  die  Nutzanwendung  aus  dieser  Erkenntnis  zu  ziehen;
es  ist  dies  eine  Tatsache  ,  die  in  der  Krisenverursachung  keine
kleine  Rolle  spielt,  wenn  nach  den  wichtigsten  causae  stagnantes
  der  Absatzstockungen  gefragt  wird 1 );  es  ist  dies  eine
Tatsache,  die  dazu  führt,  vom  rein  wirtschaftlichen  Standpunkt,
nicht  von  dem  einer  sentimentalen  Gerechtigkeitsschwärmerei  aus,
eine  Korrektur  der  Güterverteilung  im  Rahmen  der  herrschenden
Rechtsordnung  und  eventuell  über  diese  hinaus  zu  fordern;  eine
Tatsache,  die  die  absolute  Wirksamkeit  des  Gesetzes  der  Güteri)
  Von  den  Krisentheoretikern,  vor  allem  von  Herkner  berücksichtigt,  so  auch
neuestens  in  seinen  Ausführungen  bei  den  Verhandlungen  defe  Vereins  für  Sozialpolitik.
Hamburg  1903  (Schriften  d.  V.  f.  S.  CXIII.  S.  184).  Von  Sombart  in  seinem  «Versuch ­
  einer  Systematik  der  Wirtschaftskrisen  (Archiv  f.  Sozialw.  u.  Sozialpol.  XIX.  Bd.),
wohl  vermutlich  innerhalb  der  »primären  Kapitalkrisen«  berücksichtigt,  aber  vorläufig,
und  so  auch  im  Hamburger  Referat  (Schriften  d.  V.  f.  S.  a.  a.  O.)  zu  wenig  gewürdigt. ­

Zeitschrift  für  die  ges.  Staatswissensch.  Ergänzungslieft  14.

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