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und  wirtschaftlichen  Organismus  entgegengearbeitet  werden  kann,
wo  immer  auch  nur  einigermassen  zur  Korrektur  dieser  Schwächen ­
  des  freien  Arbeitsverhältnisses  etwas  geschehen  kann,  dort
muss  der  Hebel  auch  wirklich  eingesetzt  werden.  Dies  ist  um
so  notwendiger,  als  immer  noch  auch  in  unseren  Tagen  zu  beobachten ­
  ist,  dass  auf  manchen  Wirtschaftsgebieten  die  Tendenz
herrscht,  langperiodische  Arbeitsverhältnisse  in  kurzfristige  zu  verwandeln ­
  (Verdrängung  des  Gesindes  durch  Taglöhner  im  landwirtschaftlichen ­
  Betrieb).  Perpetuierung  des  Arbeitsverhältnisses
auf  rechtlicher  Grundlage,  die  Einräumung  eines  gewissen  Rechtes
auf  einen  einmal  übertragenen  Wirkungskreis  als  Arbeiter  überall
dort,  wo  solches  möglich  ist,  muss  als  ein  therapeutisches  Mittel
Anerkennung  finden  1 ).
Durch  ein  sehr  einfaches  Raisonnement  gelangt  man  im  Anschluss ­
  an  den  Gedanken  der  Existenzsicherung  zu  einem  anderen
Postulat  des  Stabilisierungsproblemes,  das  gewissermassen  gleichfalls ­
  dem  Prinzip  entspricht,  Uebervorteilungen  seitens  des  Arbeitgebers ­
  hintanzuhalten.  Man  kann  nämlich  noch  weiter  geltend
machen,  dass,  um  Uebervorteilungen  vorzubeugen,  berücksichtigt
werden  muss,  dass  der  Arbeiter,  der  längere  Zeit  hindurch  seiner
bestimmten  Arbeitsaufgabe  in  gleichmässiger,  vollständig  zufriedenstellender ­
  Weise  obgelegen  ist,  dann  eine  immer  grössere  Fertigkeit, ­
  aber  auch  Verlässlichkeit  entwickeln  wird,  die  nicht  nur  in
seinem  Interesse,  sondern  auch  zum  Nutzen  des  Arbeitgebers  wirksam
werden.  Man  wird  ferner  sagen  müssen,  dass  die  Sicherstellung  der
Existenz  den  wechselnden  Lebensverhältnissen  des  Arbeiters,  der
Steigerung  der  Aufwandsansprüche,  die  an  ihn  herantreten,  Rechnung ­
  tragen  muss,  dass  also  diese  Sicherung  sich  nicht  in  der  Zusicherung ­
  eines  absoluten,  fixen  Arbeitsentgeltes  erschöpfen  darf,
sondern  dass  das  Arbeitseinkommen  auch  einer  Entwicklung  unterliegt, ­
  die  eine  Ausgestaltung  der  Lebensführung  in  materieller  wie
immaterieller  Hinsicht  ermöglicht.  Mit  der  Dauer  der  Ausübung
einer  bestimmten  Tätigkeit  wird  ganz  überwiegend  oft  eine  besondere ­
  Eignung  der  Arbeitskraft  für  jene  Tätigkeit  herbeigeführt
und  damit  eine  Erhöhung  des  Wertes  der  Arbeitskraft  bewirkt,
so  dass  die  so  entwickelte  Qualifikation  auf  dem  Arbeitsmarkte
an  und  für  sich  schon  regelmässig  nur  mit  höherem  Aufwand
i)  Philippovich  betont  wohl  die  Sicherung  des  Arbeiters  »durch  angemessenen
Lohn  und  Fürsorge  im  Falle  der  Arbeitsunfähigkeit«,  die  Perpetuierung  des  Arbeitsverhältnisses ­
  selbst  erwähnt  er  nicht  (Grundriss  I.,  5.  Aufl.  S.  122).