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Den  Tatsachenbeweis,  um  den  es  sich  also  in  erster  Linie
handelt,  tritt  die  badische  Eisenbahnbetriebsverwaltung  in  der  Tat
auch  an  und  verweist  auf  die  Ergebnisse  der  Stabilisierung  der
Werkstättenarbeiter  bei  der  österreichischen  Staatsbahnverwaltung. ­
  Diese  Stabilisierung,  über  die  ich  erstmalig  vor
4  Jahren a )  berichtete,  habe,  so  führt  die  badische  Betriebsverwaltung ­
  aus,  eine  wesentliche  Zunahme  der  Arbeiterzahl  ohne
eine  der  Zunahme  entsprechende  Mehrleistung  zur  Folge  gehabt.
Die  Stabilisierung  der  Arbeiter  begann  im  Laufe  des  Jahres  1895,
ihre  Wirkung  äussere  sich  in  der  Veränderung,  welche  das  Verhältnis ­
  von  Arbeitslohn-  zu  Materialaufwand  in  den  Jahren  vor
der  Stabilisierung  zu  der  bezüglichen  Verhältnisziffer  nach  der
Stabilisierung  aufweise.
Im  Durchschnitte  der  4  Jahre  1892/95  sei  auf  eine  Krone
Lohnaufwand  in  den  Werkstätten  ein  Materialaufwand  von  1,3  Kronen ­
  entfallen,  in  den  4  Jahren  1896/99  nach  der  Stabilisierung
betrug  diese  Durchschnittsrelation  nur  noch  1,11.  Die  mittlere
Arbeiterzahl  habe  im  Durchschnitte  betragen
in  den  4  Jahren  vor  der  Stabilisierung  1892/95:  4888
in  den  4  Jahren  nach  der  Stabilisierung  1896/99:  6909,
woraus  sich  eine  Zunahme  der  Arbeiterzahl  nach  der  Stabilisierung
um  41  Proz.  ergebe.  Der  Verwaltungsbericht  berechnet  ferner
eine  durchschnittliche  Zunahme  der  Arbeiterzahl  in  der  Zeit  von
1892—1895  von  einem  Jahr  aufs  andere  um  6,7  Proz.  und  in  der
Zeit  von  1896  —1899  um  fast  12  Proz.  Gegenüber  dem  Arbeiterstande ­
  von  1892  mit  4385  Arbeitern  stelle  sich  der  Stand  von
1899  mit  7701  Arbeitern  um  fast  76  Proz.  höher.  Der  Materialaufwand ­
  sei  aber  in  demselben  Zeitraum  nicht  im  gleichen  Verhältnis ­
  grösser  geworden,  was  um  so  auffallender  sei,  als  die  Einheitspreise ­
  der  Materialien  nach  der  Stabilisierung  im  Mittel  wesentlich ­
  höher  gewesen  seien  als  in  der  vierjährigen  Periode  vor
der  Stabilisierung.  Es  hätte  also  schon  bei  nur  gleichbleibender,
noch  mehr  aber  bei  gesteigerter  Leistung  der  Arbeiter  nach  der
Stabilisierung  eine  den  Betrag  von  41  Proz.  des  Arbeiterzuwachses
wesentlich  übersteigende  Zunahme,  nicht  aber  eine  erhebliche  Abnahme ­
  an  Materialkosten  erwartet  werden  dürfen.  Im  Gegenteile
aber  fallen  die  auf  einen  Arbeiter  und  eine  Krone  Lohn  bezogenen
Materialwerte  in  den  Jahren  nach  der  Stabilisierung  gegen  die

1)  Vgl.  meine  Lohnpolitik  u.  Lohntheorie  S.  294  ff.