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Zeit  vorher,  wie  die  oben  genannten  Verhältnisziffern  zeigen,  wesentlich ­
  ungünstiger  aus  ’).
Diesen  in  der  Tat  bedenklichen  Ziffern  gegenüber,  denen
noch  hinzuzufügen  wäre,  dass  der  mittlere  von  einem  Arbeiter
verarbeitete  Materialwert  in  den  4  Jahren
vor  der  Stabilisierung  1416  Kronen
nach  der  Stabilisierung  1259  »
betragen,  mithin  trotz  erhöhter  Materialpreise  um  11  Proz.  abgenommen ­
  habe,  vermag  ich  trotzdem  nicht  zuzugeben,  dass  damit
der  Beweis  gegen  die  Berechtigung  der  Stabilisierung  erbracht  sei.
Was  zunächst  die  Ziffern  selbst  anlangt,  leidet  die  Exaktheit
der  Beweisführung  in  verschiedenen  Richtungen;  bezüglich  der
Einzelheiten,  die  in  dieser  Beweisführung  anfechtbar  sind,  verweise ­
  ich  auf  die  Ausführungen  im  Anhang  IV  1  2 ).  Was,  wie  ich
dort  genauer  zeige,  für  die  Vergleichung  der  Intensität  der  Arbeit ­
  bezw.  Produktivität  der  Arbeit  ins  Gewicht  fällt,  aber  gänzlich ­
  ausser  acht  gelassen  ist,  ist  folgendes  :
1.  Der  Umstand,  dass  das  Arbeitsgebiet  der  österreichischen
Staatsbahnwerkstätten  eine  ganz  bedeutende  Erweiterung  erfahren
hat,  wodurch  schon  an  und  für  sich  Veränderungen  in  der
Arbeitsorganisation  und  womit  allein  schon  die  Abnahme  der
Durchschnitts  Produktivität  eines  Arbeiters  zur  Genüge  erklärt ­
  wäre.  Dafür  spricht  schon  das  Schwanken  des  auf  einen
Arbeiter  entfallenden  Materialwertes  von  Jahr  zu  Jahr,  z.  B.  das
Fallen  dieser  Relation  schon  vor  der  Stabilisierung  von  1444  Kronen ­
  Materialwert  im  Jahre  1893  auf  1398  Kronen  im  Jahre  1894.
2.  Es  handelt  sich  ganz  überwiegend  um  Reparaturarbeiten,
bei  denen  die  Relation  zwischen  dem  Arbeitserfordernis  und  dem
Materialerfordernis  an  sich  grossen  Schwankungen  ausgesetzt  ist.
Aber  selbst  eine  gewisse  Gleichmässigkeit  nach  dem  Gesetze  der
grossen  Zahlen  vorausgesetzt,  kann,  ja  muss  sogar  angenommen
werden,  dass  mit  der  fortschreitenden  Entwicklung  in  der  Neuherstellung ­
  der  P'ahrbetriebsmittel,  um  die  es  sich  ja  in  erster
Linie  handelt,  die  Materialerhaltung  eine  hervorragende  Rolle
spielt.  Auf  die  Wiederverwendung  der  vorhandenen  gebrauchten
Materialien  ist  das  Streben  der  Technik  solcher  Werkstättenbetriebe
ganz  besonders  gerichtet.
1)  Beilage  Nr.  17  zum  Protokoll  der  52.  öffentl.  Sitzung  der  II.  bad.  Kammer
n.  April  1904.  S.  24  f.
2)  Anhang  IV.  siehe  S.  123.