22 der Tiefe. Die Seil kosten wachsen (wie wir bereits oben feststellten) mit der Tiefe, nehmen aber mit der Masse ab. Der Anteil der Löhne an den Gesamtkosten richtet sich nach der Höhe des Lohnsatzes und der Grösse der erforderlichen Arbeiter zahl. Die Masse der geförderten Kohle ermöglicht eine inten sivere Nutzung der menschlichen Arbeitskraft, womit (vgl. Tabelle) die Tendenz eines sinkenden Einheitslohnsatzes bei wachsender Menge angedeutet ist. Die Gesamtförder kosten endlich, die sich aus den eben besprochenen einzelnen Posten zusammensetzen, zeigen — was besonders die Zahlen für den 4-Wagenkorb veranschaulichen — die Tendenz unter sonst gleichen Verhältnissen mit der Tiefe zuzunehmen, dagegen mit der Masse abzunehmen. Dies letztere tritt in unseren Zahlen nicht sehr deutlich hervor, da es bei den verschiedenen Betrieben äusserst schwer ist, gleiche Intensität der Förderung zu erzielen. Wie aber eine aus irgend welchen Grün den gestörte Förderung sofort teuer arbeitet, zeigt in unseren Ziffern Grube Kamphausen mit dem 6-Wagenkorbe (pro t 34,6 Pf., d. h. der höchste Satz von allen 10 Förderungen). Hier rief eine geringe Förderung dies ungünstige Resultat hervor. Umge kehrt dagegen führt die Intensität der Förderung bei Grube Dechen dazu, dass diese (mit 4-Wagenkorb) aus grösserer Tiefe billiger fördert als Grube König (mit 2-Wagenkorb) aus geringerer. Formulieren wir nach diesen Untersuchungen das Ergebnis: Bei der Schachtförderung zeigt sich das Gesetz des zunehmenden Ertrages bei zunehmender Kapitalkonzentration in der Weise, dass die Förder kosten zum mindesten in einem geringe ren Verhältnisse wachsen als die Fördertiefe 1 ). III. Die Tagesförderung. Bei der Betrachtung der unterirdischen Schlepper- und Pferde förderung zeigte sich, dass von gewisser Kohlenmenge und För derlänge an die Verwendung organisch erzeugter Kraft unrentabel wurde. Dies gilt auch für die entsprechende Tagesförderung. Daher hat z. B. in Oberschlesien 1 2 ) die Cons. Florentinengrube an Stelle der bisherigen Pferdeförderung 3 schmalspurige Loko 1) Mehr lässt sich aus dem vorhandenen Material trotz Dechen-Iiönig nicht schliessen. Vgl. auch Nasse, 1. c. 215. 2) Versuche und Verbesserungen beim Bergwerksbetriebe. Preuss. Ztschr. 1883.