36 Schacht Dauer der Senkarbeit Monate Leistung pro Monat m Rheinpreussen X 246 0,51 » II 84 L5 2 Ruhr und Rhein 91 0,87 Neumühl II 6 5.00 An der Zeit sieht man die riesigen Schwierigkeiten, die tech nisch zu überwinden waren, die aber im Laufe der Zeit über wunden sind und so zu einer Steigerung der Leistung geführt haben. Mit der Mächtigkeit des lockeren Gebirges und mit der Teufe nehmen allgemein die Lei stungen infolge wachsender Schwierigkeiten ab, und zwar rechnet man bei heutiger Technik bei 25— 50 m Teufe mit 5 m Leistung pro Monat » 150—200 » » » 2,5 » » » » » 250—300 » » » 1,5 * » » * Die Kosten der Senkarbeit betrugen bei massigen Wasser zuflüssen und bei 4,5 bis 7 m Durchmesser der Senkmauer z. B. bei Schacht Hugo IV 945 M., bei Schacht Werne I 2227 M. pro lfd. m. Als Durchschnitt bei ähnlichen Verhältnissen und bei ge ringerer Mächtigkeit des lockeren Gebirges ergibt sich 1615 M. pro lfd. m. Die Kosten schwanken jedoch ausserordentlich. So kostete in der Nähe des Rheins 1 lfd. m Senkarbeit (im Maxi mum und Minimum einiger Beispiele) bei Schacht Hugo 12 799 M. (noch dazu nur Schachtabteufen) und bei Schacht Neumühl I 3351 M. Im Durchschnitt wird man die Kosten für Teufen von 25—300 m wie folgt annehmen können: Teufe in m 25- 50 100 - 150 200—250 250—300 Kosten pro lfd. m in M. 3 500 11 000 17 000 20 000 Bei dem etwa 300 m mächtigen lockeren Gebirge am West rande des Ruhrkohlenbeckens in der Nähe der Lippe würde, falls die Technik des Verfahrens mit Senkschächten sich nicht ändert, das Durchteufen 17 Jahre dauern und damit ganz gewaltige Kosten verursachen. Bei solchen Schwierigkeiten tritt das letzte hier zu be sprechende Verfahren, das Gefrierverfahren (von Poetsch) ein, das bei grösseren Leistungen unter den schwierigsten Ver hältnissen rentabler als das heutige Senkschachtverfahren arbeitet.