42 der Flötzmächtigkeiten; damit sinken die Erträge im Verhält nis zum aufgewendeten Kapital. Für England 1 ) zeigen folgende Zahlen sehr deutlich den Zu sammenhang zwischen den Gesamtproduktionskosten und den Flötzmächtigkeiten. Es betrugen nämlich die Selbstkosten beim Bau dünner Flötze in den Bezirken von Airdrie und Slamanann unter Zugrundelegung eines Lohnes von 6 s. pro Schicht. Flötz- mächtigkeit Hauer- und Schlepper löhne Sonstige Kosten unter Tage Holz kosten Kosten über Tage und allge meine Kosten Lasten und Ab gaben Gesamt kosten pro t 35.5-38,1 cm 5 s 2 d 1 s 3 d 10 d 10 d 8 s 1 d 38,1—45,7 » 4 » 4 » I 3 » 10 » 10 » 7 » 3 » 45>7—6i,o » 3 » 5 » I » 3 » 10 » 10 » 6 » 4 » 61,0—76,2 «• 2 > 9 » I » 3 » 10 » 10 » 5*8» Wenn es nun keine Möglichkeit gäbe, das Gesetz des ab- nehmenden Ertrages, das sich bei der Kohlen ge-winnung geltend macht, zu suspendieren, so hätte der Steinkohlenbergbau entweder erliegen müssen oder aber bei bleibender Nachfrage hätten die Preise enorm steigen müssen, was eine ökonomische Erschöpfung der Kohlenvorräte bedeutet hätte. Dies ist jedoch nicht der Fall. Wohl sind, wie wir später sehen werden, die Kohlenpreise im Laufe der Zeiten gestiegen; aber der Stein kohlenbergbau ist nicht erlegen, sondern hat sich zu grosser Blüte entfaltet. Was sind die Gründe hierfür f Die Produktionskosten der Kohle setzen sich zusammen aus den Gewinnungskosten, d. h. den Kosten für Loslösen der Kohle aus der natürlichen Lagerstätte bis zu ihrem Eintritt in die För derwagen. Dieser Teil der Kohlenproduktion, also die Kohlen gewinnung, ist in obenerwähnter Weise dem Gesetze des abneh menden Ertrages unterworfen. Der Rest der Produktionskosten, den vor allem die Förderkosten bilden, findet aber (als maschi neller Transport) unter dem Gesetze des zunehmenden Ertrages bei zunehmender Kapitalkonzentration statt (vgl. das I. Kapitel). Es gibt beim preussischen Bergbau keine irgendwie vergleich bare oder gar spezialisierte Produktionskosten-Statistik, die das eben Gesagte zahlenmässig erkennen liesse. Wir müssen uns also in dieser äusserst wichtigen Frage damit bescheiden, wiederum i) Aus dem First report of the Royal Commission of Coal Supplies. cit. Gl.A. I903- 1235 f.