54 Gründe, die dies bewirkten, waren wirtschaftlicher Natur. Es wurden nämlich die Mehranlagekosten, die infolge des einschich tigen Betriebes erwuchsen, für die 1000 t-Grube auf eine halbe Million Mark veranschlagt. »Sie dürften nur bei wesentlich klei neren Gruben geringer sein, dagegen bei grösseren, sobald die Anlage neuer Schächte, sowie zweiter Separations- und Wäsche einrichtungen erforderlich ist, eine Flöhe erreichen, welche vor der Anwendung des Einschachtsystemes geradezu abschreckt. Ausserdem muss es bei grossen Förderziffern technische und daher wirtschaftliche Schwierigkeiten bereiten, die durch den ein schichtigen Betrieb bedingte hohe Anzahl Betriebsabteilungen in der Grube zu schaffen. Was zweitens den Betrieb der Grube angeht, so können hier die mögliche höhere Flauerleistung sowie die durch eine kleinere Belegschaft bei der Förderung unter Tage herbeizuführenden Ersparnisse für die einfache Schicht sprechen, dagegen dürften diese Vorteile der einfachen Förderschicht in den meisten Fällen durch die geringeren Kosten für Reparatur arbeiten, Aus- und Vorrichtung, Aufrechterhaltung der Förder und Wetterstrecken, sowie den kleineren Selbstverbrauch an Kohlen bei der doppelten Förderschicht mehr als aufgewogen werden«. »Dass die Ueberlegenheit, welche die doppelte Förderschicht über die einfache meistens besitzt, in der Praxis anerkannt wird, beweist ihre hervorragende Verbreitung, besonders auf grösseren Betriebsanlagen«. Dieser Satz deutet an, was wir später noch klarlegen werden: dass nämlich die Arbeitsteilung, also ein Vor teil des Gesetzes des zunehmenden Ertrages erst dessen Vorteile zeigt, wenn den dadurch geschaffenen Leistungsmöglichkeiten auch eine genügende zu leistende Masse gegenübersteht. Daher jenes »meistens«, also nicht immer »überlegen«. 4. die Möglichkeit, den jeweils am besten organisierten Ge samtproduktionsprozess in einem Betriebe zu schaffen, d. h. mög lichst grosse, aber möglichst billige Leistungen in den verschie denen einzelnen Betriebszweigen zu erzielen. Es soll hier speziell nur die äusserst wichtige Anordnung der zu den Arbeits- betätigungen notwendigen Kraftquellen, also die Organi sation der Kraft e r z e u g u n g behandelt werden. Zörner *) erzählt uns, wie die Kosten des Maschinenbetriebes »im allgemeinen infolge des Eindringens in immer grössere Teu- 1) R. Zörner, Belastung und Verbilligung des eigentlichen Grubenbetriebes durch den Maschinenbetrieb. Preuss. Zeitschr. 1875. 2 57- z 68. 281.