55 fen, infolge Verbesserung der Wetterführungseinrichtungen, sowie insbesondere infolge des vermehrten Ersatzes menschlicher und tierischer Kräfte durch maschinelle in noch stärkerem Masse ge wachsen (sind), als es die Steigerung der Förderung bedingte. Die Kosten des Maschinenbetriebes betragen bei mittleren Werken oft 20—25 °/o der Bruttoausgaben an Löhnen und Materialien. Für kleine Betriebe mit ungünstigen Verhältnissen sind sie aber zu einer drückenden, mitunter die Ertragsfähigkeit in Frage stel lenden Last geworden«. Wir wollen a) betrachten, durch welche Mittel von solchen von der Natur stiefmütterlich behandelten Werken »der Steigerung dieser drücken den aber notwendigen Last (eben Kosten für Maschinenkapital) tunlichst entgegengearbeitet werden kann«. Es handelt sich, kurz gesagt, hierbei darum, etwas Vorhandenes rationeller zu ge stalten. Dies ist einfach eine Forderung des Wirtschaftlichkeits- prinzipes und so nicht erst bei zunehmender Kapitalkonzentration möglich. Da es jedoch bei gleichzeitigem Eintritt die Vorteile dieser potenziert, sei es zuerst hier erwähnt. Die grössere Wirtschaftlichkeit wurde, wie Versuche zeigten, herbeigeführt z. B. a. durch Verminderung der Dampferzeugungskosten. Diese hervorgerufen z. B. durch Ersatz der Förderkohle durch Gries kohle, Aenderung der Schürmethode, Schulung der Schürer, Ver besserung vorhandener Einrichtungen, Zentralisation der Kessel anlage; ß. durch zweckmässige Ausnutzung des Dampfes, als da ist: vorteilhafte Expansion, Heizung mit Abdampf, Umhüllung der Dampfleitungsrohre (Ersparnis infolgedessen auf Grube König an der Saar 12—14000 M. pro Jahr). Da Förderung und Wasser haltung ca. 5° % der Gesamtmenge an Dampf erfordern, leuchtet ein, wie wichtig gerade bei ihnen »Ersparnisse« sind. Auf Grube König haben sich »die Kosten für den gesamten Maschinenbe trieb (ohne Grubenhaspel und Ventilatoren) trotz erhöhter Lei stung, die nachstehend angegeben ist, um ca. 10000 M. ermässigt. Hierbei sind die im gleichen Zeiträume bei gleichem Kohlenpreis und gleichem Wasserverbrauche erzielten Ersparnisse im Kessel betrieb = 80000 M. nicht berücksichtigt; mit diesen zusammen würde sich also die ersparte Summe auf 90000 M. steigern«. So betrugen die Leistungen und die relativen Betriebskosten 1 ) bei 1) Zöi'ner, 1. c. 271.