69 sie finden sich in der Tabelle. Sie zeigen, dass im Saargebiete der rechnungsmässige Ueberschuss pro t Förderung seit 1894/5 stetig, wenn auch schwankend, gestiegen ist, und dass er 1900/1 die ganz ansehnliche Höhe von 2,71 M. pro t erreicht, absolut also insgesamt (vgl. Tabelle) rund 25 1 / 2 Millionen M. beträgt. Nach diesen Ausführungen ist es nicht angebracht, die Steige rung der Selbstkosten seit 1896/7 mit den Lohnsteigerungen zu erst zu begründen und dementsprechend hiermit die Preissteige rungen zu motivieren. Dies zeigen folgende prozentuale Berech nungen noch deutlicher. Es betrugen nämlich, wenn die Zahlen des Jahres 1898/9 jeweils = 100 gesetzt werden im Jahre die Selbstkosten pro ge förderte t Sa davon Löhne Materialien der Durch- schnitlserlös pro t verkaufter Kohlen der rechnungs mässige Ueberschuss pro; t der Schicht verdienst pro Kopf der Beleg schaft *) 1898/99 100,0 xoo.o 100,0 100,0 100,0 100,0 1899/1900 105,1 102,2 114,6 108,6 I2 3,9 1 oi,7 1900/01 111,2 106,3 126,9 125,8 193,2 104,7 1901/02 116,8 109,6 126,9 130,8 I9L7 • 104,1 1902/03 uSü 108,3 H5,3 121,0 139,7 105,0 Aus dieser Berechnung ergibt sich ganz deutlich, dass es von den Selbstkosten weniger der Anteil »Löhne« als vielmehr der Anteil »Materialien« ist, der ihre Steigerung hervorgerufen hat. Weiter ergibt sich, dass eine solche Preissteigerung, wie sie in diesem Zeiträume an der Saar stattfand, sich nicht mit den Ge samtselbstkosten begründen lässt. Will man den Grund der Preissteigerung solcher Art angeben, so liegt er eben in der Stei gerung des »rechnungsmässigen Ueberschusses prot«, d. h. im Un ternehmergewinn. Auf Grund des mitgeteilten Zahlenmaterials (sowohl aus Ober schlesien wie aus dem Saargebiete) ist es ferner nicht richtig, von ständig steigenden oder gestiegenen Selbstkosten zu reden. Wir beobachten gewisse Schwankungen, und zwar sehen wir mit der Hausse allgemein steigende Selbstkosten, die in Baisse dann wieder sinken, die jedoch seit 1889/90 bis jetzt (1902) nicht wieder so tief wie in den Jahren 1880—1888 etwa gesunken sind. Diese letzte Erscheinung (also die seit 1889 an sich gestiegenen Selbstkosten) scheint in der infolge des Streiks stattgefundenen Erhöhung der Nominallöhne begründet zu sein. Diese Erhöhung 1) Die Zahlen beziehen sich auf eine Belegschaft ohne Aufsichtspersonal, sie lauten absolut 3,40. 3,46. 3,56. 3,54. 3,57 M.