72 seine Reinheit, Mächtigkeit, Regelmässigkeit u. a. gegeben. Und zwar bildet die Gunst der natürlichen Verhältnisse den ausschlag gebenden Faktor im Bunde mit dem zweckentsprechendsten Be triebszustande. Wenn wir also aus vorstehenden Zahlen entneh men, dass 1892 an der Ruhr fast die Hälfte der Zechen mit den höchsten Selbstkosten arbeitete (bei gleichzeitig höchster Arbei terzahl und geringster Bruttoförderung als anderen Erscheinungs formen hoher Selbstkosten), so sehen wir bei der Kohlengewin nung klar das Monopol innerhalb eines Monopols. Nur etwas mehr als ein Viertel der Zechen arbeitete mit den relativ billig sten Selbstkosten. Es dürften dies die Werke sein, deren Divi denden besonders in die Augen fallen. Die günstigen natürlichen Verhältnisse sind auch der Grund, warum vor allem Oberschlesien so geringe Selbstkosten hat. Wie verschieden weiter die Gestehungskosten innerhalb eines einzelnen Gebietes sind, und wie irreführend die Schlüsse sind, die auf solch zersplittertem Materiale 1 ) aufgebaut sind, zeigen noch einige Zahlen aus dem Ruhrbezirke. Es betrugen nämlich pro t in M. 2 ) bei Concordia Bgb.A.Gesellsch. Gelsenkirchen B.G. die Selbstkosten der Erlös die Selbstkosten der Erlös 1896 6,27 7.72 S >33 7,43 1899 6,68 8,92 6,55 8,89 1900 7,3i 10,22 7,i3 10,39 +% 16,6 32,3 33>7 39,8 Wir sehen, wie bei diesen beiden Werken in der letzten Hausseperiode die Selbstkosten z. Zt. sehr beträchtlich gestiegen sind, wie aber auch die Erlöse mehr oder minder zugenommen haben. Um noch an einigen andern Werken die Verschiedenheit von Erlös und Gestehungskosten anzuführen: so betrugen 1896 3 ) bei die Gestehungskosten der Erlös Bochumer Bgw.Akt.Ges. 5.7° 6,64 Bonifacius 6,40 7,72 Dannenbaum 6,09 7,08 Dortmund Bgb.Akt.Ges. 8,18 6,05 Harpener Bgb.Akt.Ges. 5,70 7,89 Rheinische Anthrazit 4,99 5,08 1) Aber ebenso vorsichtig sind auch die Schlüsse aus dem nichts sagenden »Durchschnitte«, der wegen beliebt ist, zu behandeln. seiner nivellierenden Eigenschaften oft ganz besonders 2) Gl.A. 1896. 400. cit. nach Köln. Ztg. 445; und Pieper, Die Lage der Berg- arbeiter im Ruhrrevier 108. 3) Gl.A. 1896. 400.