10 Mitteln erreichbar war, liegen in den Arbeiten Leopold Krugs aus jener Zeit vor, namentlich in den 1805 erschienenen, in ihrer Bedeutung in hohem Grade anerkannten ,Betrachtungen über den Nationalreichtum des preussischen Staates', auf die sich die Vergleichung der früheren Zustände im wesentlichen stützen muss.“ Bezüglich der Materie aber, die uns hier besonders angeht, schreibt er an einer andern Stelle: 1 ) „Einige Vergleichungen ­ gestatten auch Krugs ,Betrachtungen über den Nationalreichtum ­ des preussischen Staates'; indes bedürfen seine Flächennachweise so durchgreifender Klarstellungen, Reduktionen und Berichtigungen, dass sie nicht ohne weiteres verwendbar sind.“ Krug hat eben bei den Berechnungen, ­ die er auf sein an sich ziemlich zuverlässiges Quellenmaterial „aufbaute“, doch viele Fehler und Ungenauigkeiten begangen, und wir düi'fen uns nun die Mühe nicht verdriessen lassen, die notwendigen „durchgreifenden ­ Klarstellungen, Reduktionen und Berichtigungen“ durchzuführen, wenn wir überhaupt brauchbares Material für unsere weiteren Betrachtungen ­ gewinnen wollen. Beginnen wir mit der Tabelle auf S. 74 des ersten Teiles, 2 ) so finden wir daselbst als Summe der Aussaatmengen für die Provinzen, von welchen Aussaattabellen Vorlagen, die Zahl 852460 Wispel zusammen für Weizen, Roggen, Gerste und Hafer angegeben. Hier ist zunächst ein Additions-(oder Druck-) fehler richtig zu stellen. Die Zahl müsste lauten: 856460. Zuvor sind aber noch die Posten Breslau und Glogau zu berichtigen. Die betreffenden Zahlen müssen lauten: für Breslau 137652, für Glogau 52641 Wispel. Krug hat nämlich bei der Umrechnung der Breslauer Scheffel in das Berliner Mafs offenbar ein abgekürztes Verfahren eingeschlagen. Das Verhältnis des Breslauer Mafses zu dem Berliner ist, wie Krug selbst angibt, dieses: 100 Breslauer Scheffel = 142 Scheffel ID/jo Metzen Berliner Mafs. 3 ) Die dreifach korrigierte Summe muss also lauten: 856768 Wispel. Dazu kommen noch einige Provinzen, von denen keine Aussaattabellen Vorlagen, 4 ) für welche daher Krug wegen ihrer westlichen Lage die Aussaatmenge ­ nach dem Verhältnis der übrigen 8 bezw. 9 westlichen Provinzen 5 ) berechnet. Die richtige Durchführung dieser Berechnung ergibt aber folgende Zahlen: 9 Bd. II, S. 26. 2 ) Es würde zu weit führen, hier alle Tabellen und Berechnungen Krugs, sowie die überall notwendigen Berichtigungen und Reduktionen in extenso vorzuführen. Wir bringen hier nur das Wesentlichste, um den bei unserer Untersuchung eingeschlagenen Weg und die Ergebnisse mitzuteilen, und müssen den geneigten Leser im übrigen auf das Krug sehe Werk selbst verweisen. 3 ) A. a. 0. I, S. 43, Anm. 4 ) Es sind dies die Provinzen: Ansbach, Baireuth, Hildesheim, Münster, Erfurt, Eichsfeld, Paderborn, Neuchatel und Vallengin mit zusammeu 354 0Meilen Gesamtfläche. °) nämlich: Magdeburg, Halberstadt, Ostfriesland, Kleve, Mark, Minden, Kavensberg, Tecklenburg und Lingen.