23 Schianstedt. 1 ) kr Zentner pro Morgen: Weizen Roggen Gerste Hafer Erbsen Raps Zucker rühen samen Kar toffeln Zucker rüben j k AU - IS'X \ 5,1 7- 'l’i'lfi 1817- -24 8,01 R 7,62 6,77 6,53 4,51 6,82 — — — 1836- -39 7,75 U ; 8,26 7,76 7,12 4,03 7,84 — — 132,0 1840- -44 7,46 7,43 8,05 8,05 3,97 — — — 90,0 1845- -49 7,26 8,50 10,51 7,78 5,12 — — — 119,6 1850- -54 8,90 8,85 10,99 10,01 3,40 — 8,78 — 115,5 1855- -59 8,560 8,01 9,05 12,08 5,96 — 12,02 — 125,8 1860- -64 10,77 9,40 10,92 12,25 — 4,50 11,27 83,3 160,0 1865- -69 10,81 9,53 11,17 12,29 13,41 6,03 14,07 85,6 142,6 1870- -74 11,80 9,41 11,10 13,18 9,85 7,08 13,38 76,1 145,8 1875- -79 12,70 9,78 10,37 14,74 12,60 9,07 13,01 83,6 136,8 1880- -84 16,66 2 ) 12,39 13,88 15,86 14,79 6,91 13,38 94,2 179,6 1885- 89 15,30 11,56 16,37 17,00 14,40 7,29 16,01 93,9 161,8 1890- -94 16.76 12,76 16,39 15,84 12,77 10,58 15,05 112,5 187,0 1895- -98 16,40 12,27 15,05 16,30 16,18 — 14,88 103,9 200.5 vks ho. 1 n,(. 31 V l lol. iH typisch für die Allgemeinheit gelten. Zweitens stellen die angeführten Güter nur den Grossbesitz vor, dessen Erträge im allgemeinen doch andere sind als hei dem kleineren, bäuerlichen Betriebe. Zu Anfang des vorigen Jahrhunderts, bei dem gleichförmigen und einfachen Betriebe der alten Dreifelderwirtschaft, wo zumal der Bauer mit demselben Gespann und denselben Geräten in derselben, wenn nicht schlechteren Weise wie seinen eigenen auch des Gutsherrn Acker bestellte, war ein Unterschied in der Technik des bäuerlichen und herrschaftlichen Betriebes kaum vorhanden, jedenfalls nicht so gross, wie er es im allgemeinen heute ist, wo die Errungenschaften der Wissenschaft und Technik von den grossen Land wirten in viel höherem Mafse ausgenutzt werden als den kleinen und dem gemäss die relativen Erträge auf den Dominien im allgemeinen höher sind als auf den Bauerngütern. Man muss daher annehmen, dass sich im Laufe des ganzen Jahrhunderts die Erträge bei den grossen Gütern mehr gehoben haben als bei den kleinen. So wertvoll daher auch jene Einzeldarstellungen sind, die uns Aufschluss über die Entwickelung der Verhältnisse auf den grossen Gütern geben: wenn wir die Ertragssteigerung des ganzen Landes zu bestimmen haben, genügen sie uns nicht, wir müssen allgemeinere Durchschnittszahlen zu gewinnen suchen. Für die heutige Zeit liefert uns solche Zahlen die allgemeine Erntestatistik. Was wurde aber vor 100 Jahren im Durchschnitt des ganzen Landes geerntet? Da es damals keine Ernte statistik gab, müssen wir zusehen, ob uns die landwirtschaftlichen Schrift steller jener Zeit irgendwelche Auskunft geben können. A. Thaer teilt in seiner Reinertragsermittelung 3 ) den Boden nach seinen Hauptgemeng teilen in 10 Klassen und gibt die durchschnittlichen Erträge der einzelnen 1) Dr. W. Rimpau, Die Bewirtschaftung einer preussischen Domäne im 19. Jahr hundert; Mentzel und v. Lengerkes landwirtschaftlicher Kalender 1900, S. 103 bezw. 68. 2 ) 1850—59 und von 1880 an einschliesslich Sommerweizen. 3 ) Ausmittelung des Reinertrages der produktiven Grundstücke, Berlin 1813.