52 Kartoffeln schätzen wir auf 250 kg pro Kopf und Jahr. Mehl, Hülsen- früchte, Graupen etc. enthalten im Durchschnitt 86 % Trockensubstanz, Kartoffeln 25 %. Die genannten Gegenstände des menschlichen Konsums ergehen demnach hei einer Bevölkerung von 56367178 als jährlichen Gesamtverbrauch 10212605309 kg Trockensubstanz. Unter den Gewerben, die ihr Rohmaterial der einheimischen Land wirtschaft entnehmen, steht an erster Stelle die Zuckerfabrikation. Im Jahre 1900/01 wurden in Deutschland aus 13253909 t Kühen 1874715 t Kohzdcker = 1687 243,5 t Verbrauchszucker fabriziert. Rechnen wir dazu auf je 1000 kg verarbeiteter Rüben 15 kg Trockensubstanz, die in Schnitzel- wasser und Scheideschlamm übergehen, so sind bei der Rübenzucker fabrikation im ganzen 1885052135 kg Trockensubstanz verbraucht worden. An zweiter Stelle steht bei den Gewerben die Bierbrauerei. Im Jahre 1900/01 sind in Deutschland 13678740 D.-Ztr. Malz und 3945 D.-Ztr. sonstiges Getreide verbraut worden. Zieht man davon die 998320 D.-Ztr. Malz Mehreinfuhr ab, so bleiben 12680420 D.-Ztr. Malz einheimischer Produktion. 80 D.-Ztr. Malz werden gleich 100 D.-Ztr. Getreide gerechnet; es stellen also obige 12680420 D.-Ztr. Malz zusammen mit den 3945 D.-Ztr. sonstigen Getreides 15854470 D.-Ztr. Getreide dar. Die für die Um rechnung massgebenden Verhältnisse sind folgende: 1000 kg Gerste ent halten im Durchschnitt 857 kg Trockensubstanz. Davon bleiben 288 kg in den Trebern und Malzkeimen und kommen der Viehernährnng zugute; der Rest = 569 kg stellt die Produkte und Verluste dar. Das Konto der Brauereien ist demnach mit 902119343 kg Trockensubstanz zu belasten. Zur Branntweingewinnung sind im Jahre 1900/01 2790000 t Kartoffeln und 364000 t Getreide verwendet worden. Auf je 1000 kg Kartoffeln rechnet man 32 kg und auf je 1000 kg Getreide 120 kg Darrmalz. Von der in 1000 kg Kartoffeln und 32 kg Darrmalz enthaltenen Trockensubstanz bleiben 90 kg und von der in 1000 kg Roggen und 120 kg Darrmalz enthaltenen Trockensubstanz bleiben 425 kg in der Schlempe. Es sind also für Produkt und Verluste in den Kartoffelbrennereien 528984 t und in den Getreidebrennereien 133190 t, zusammen 662174 t Trockensubstanz anzusetzen. Über den Umfang der Stärkefabrikation besitzen wir leider keine regelmässige Statistik. Nach der einmaligen Erhebung über die Produktion von Stärke und Stärkefabrikaten im Betriebsjahre 1897/98 kann man nach Umrechnung der verschiedenen Fabrikate auf trockene Stärke eine Gesamt erzeugung von rund 1700000 D.-Ztr. Trockenstärke annehmen. Bei der Fabrikation bleiben von der in 1000 kg Kartoffeln enthaltenen Trockensub stanz 75 kg in der Pülpe. Zur Erzeugung des genannten Quantums Trockenstärke, die noch 20 % Wasser enthält, sind daher 1830769,5 D.-Ztr. Trockensubstanz notwendig gewesen. 1 ) 9 9 Ausser den genannten Gewerben käme noch die Ölfabrikation in Betracht, Indessen ist die Menge des von der einheimischen Landwirtschaft für diese Industrie gelieferten Roh materials verhältnismässig sehr gering. Im Jahre 1900 nahm die mit Raps, Rübsen und Lein besäte Fläche nur 0,4 °/ 0 des Ackerlandes ein. Dazu kommt, dass ' 2 / 3 — 3 / 4 der in den