7 Am Abend des 6. Januar vereinte ein Mahl die Theilnehmer der Versammlung im Frankfurter Hof, wobei Herr Hauswaldt einen zündenden Toast ausbrachte. Er feierte die aus Stuttgart, von wo der Anstoß zur Zusammenkunft ausgegangen war, anwesenden 7 Herren als die sieben Schwaben und trug nicht wenig dazu bei, die Spannung zwischen Nord und Süd zu überbrücken und die neuen Verbandskollegen einander näher zu bringen. Die nächste Aufgabe des jungen Verbandes mußte es sein, sich thunlichst in seiner Mitgliederzahl zn verstärken und hatten die deshalb ergangenen Aufforderungen den erfreulichen Erfolg, daß bis zu dem sieben Monate später stattfindenden Verbandstag noch weitere 20 Firmen ihren Beitritt erklärt hatten und demnach 45 Mitglieder zu verzeichnen waren. Es würde den für gegenwärtige Schrift in Aussicht genommenen Raum bei Weitem überschreiten, wenn alle Vorgänge innerhalb des Ver bandes ausführlich besprochen werden sollten, während es dem Interesse des Lesers genügen wird, wenn die Organisation Erwähnung findet, namentlich aber die Ziele verfolgt werden, welche in dem Frankfurter Programm aufgestellt worden waren. Organisation. Nachdem die bereits vorstehend erwähnten 3 Herren: Moser-Stutt gart, Hauswaldt-Magdeburg, Aulhorn-Dresden, bis zum Verbauds- tag in Leipzig 1877 den provisorischen Vorstand gebildet hatten, ging man zunächst an Aufstellung von Satzungen, welche in Stuttgart 1878 eine Erweiterung nnd in Dresden 1891 Neuaufstellung erfuhren. In Leipzig erwählte man einen Zentralausschuß, bestehend aus 3 wirklichen Mitgliedern imd 2 Stellvertretern, fügte in Stuttgart noch 2 wirkliche Mitglieder und in Dresden einen dritten Stellvertreter hinzu. Der Vorstand, wie nunmehr die Verbandsleitung genannt wurde, bestand demnach von da aus 5 wirklichen und 3 stellvertretenden Mit gliedern. Ein im März 1900 einberufener außerordentlicher Verbandstag gelangte zu dem Beschluß, die Zahl der wirklichen Vorstandsmitglieder auf 7 zu erhöhen. Vorsitzende. Vorsitzender des Vorstandes war Moser-Stuttgart voin 6. Januar 1877 bis zu seinem am 8. Februar 1879 erfolgten Tode. Ihm folgte Hildebrand-Berlin, jedoch auch nur für die kurze Dauer bis zum 14. März 1881, wo der Verband auch dessen Tod zu beklagen hatte. Hierauf wurde Rüger-Dresden gewählt, der den Vorsitz bis zum Herbst 1897 führte, wo ihn andauernde Krankheit nöthigte, denselben niederzulegen, bei welcher Gelegenheit er von dem Verbandstag in Hamburg mit der Ehrenmitgliedschaft