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an  der  Arbeiterbewegung  bekämpfen.  Wer  selien  will,  kann  in
diesem  Buche  so  recht  sehen,  dass  die  heute  im  Mittelpunkt  des
deutschen  Wirtschaftskampfes  stehenden  Fragen  nicht  an  den
Sozialismus  gefesselt  sind,  dass  sie  aus  dessen  Theorien  sich  bereits ­
  zu  allgemeinen  Wahrheiten  des  Wirtschaftslebens  herauskristallisiert ­
  haben.
Diese  scharfen  Worte  vom  Klassenkampf,  von  dem  Verrat
an  den  Brüdern  und  viele  andere,  die  dieser  konservative  Amerikaner ­
  im  Munde  führt:  sie  zeigen  so  recht,  dass  das,  was  man
den  Arbeitern  in  Deutschland  vorwirft,  eigentlich  gar  nicht  der  Sozialismus ­
  ist,  dessen  Ausrottung  man  mehr  nur  zur  Reklame
auf  seine  Fahne  schreibt,  sondern  ihre  Demokratie,  das  heisst
einfach  die  Tatsache,  dass.  sie  Arbeiter  sind  und  sich  als  solche
fühlen.
Unter  diesem  Gesichtspunkte  versteht  es  vielleicht  auch  der
Deutsche  eher,  wenn  der  amerikanische  Bürger,  dem  man  mit
dem  Hinweis  auf  die  deutsche  Entwickelung  vor  der  Bewegung
in  seinem  Lande  bange  zu  machen  sucht,  meist  antwortet:  „ja
wenn  ich  in  Deutschland  wäre  —  da  muss  ja  jeder  anständige
Mensch  sozialistisch  stimmen!“  Die  planmässige  Züchtung  des
Sozialismus  durch  die  deutsche  Regierung  ist  bekanntlich  das,
was  sie  im  Auslande  heute  lächerlich  macht.
Wenn  ich  mit  dieser  Übersetzung  den  deutschen  Leser  mit  der
amerikanischen  Arbeiterbewegung  oder  vielmehr  dem  einen  konservativen ­
  Teil  derselben  bekanntmache,  so  tue  ich  das  nicht  etwa
in  der  Meinung,  dass  die  amerikanische  Wirtschaftspolitik  der
deutschen  voran  sei.  Hiergegen  sprechen  zwei  Gründe.
Die  deutsche  Verfassung  ist  nach  der  amerikanischen  geschaffen ­
  worden;  im  Jahre  1871  hätte  der  böswilligste  Mensch
nicht  mehr  Dinge  schreiben  können,  die  1776  dem  Wohlwollen
des  Fernblickendsten  entsprangen.  Ich  kenne  in  der  Geschichte
der  Völker  kein  Verhängnis,  dass  der  Verfassung  dieses  Volkes  gleich
käme,  das  in  allen  seinen  fortschrittlichen  Bewegungen  gefesselt
ist  mit  dem  unlösbaren  Knoten,  den  es  sich  selbst  in  seiner
Ekstase  geknüpft  hat  und  für  den  es  wirklich  nur  eine  Lösung
zu  geben  scheint:  das  Schwert,  —  denn  der  rechtliche  Weg,  die
Zweidrittelmehrheit  in  einer  Volksabstimmung,  einstimmig  für
alle  48  Staaten,  scheint  praktisch  ungangbar.
Dazu  kommt  der  Nationaldünkel  des  Volkes,  der  vor  dem
Idol  dieser  Verfassung  am  Boden  kriecht,  weil  es  bis  jetzt