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trotz  derselben  wenigstens  wirtschaftlich  die  Welt  führt.  —  Die
Arbeiterbewegung  hat  in  Amerika  wie  anderswo  eine  gewisse  Art
des  Nationalismus  zu  überwinden,  die,  um  nicht  gerade  von
Kinderkrankheit  zu  reden,  das  Merkmal  überschäumender  Jugendkraft ­
  bei  allen  jungen  Nationen  ist.  Das  ist  nicht  der  gesunde
Nationalismus,  der  sich  durch  Kolonialkriege  wirtschaftliche  Ellbogenfreiheit ­
  verschafft,  sondern  ein  solcher,  der  alles  für  vollkommen ­
  hält,  was  unter  seiner  Flagge  segelt.
Und  der  andere  Grund:  Ich  halte  die  politische  Arbeiterbewegung ­
  für  eine  höhere  Stufe  als  die  wirtschaftliche.  Die
Brotfrage  ist  für  den  Menschen  die  nächstliegende,  aber  sie  ist  nicht
die  höchste.  Der  Amerikaner  geht  kühler  und  geschäftsmännischer
vor.  Aber  überall  da,  wo  man  die  Bajonette  gegen  ihn  aufpflanzte, ­
  da  sah  er  gar  bald  die  Enge  des  alten  Weges.  Man
hat  Mitchell  nicht  ins  Gefängnis  geworfen,  wie  seinen  Kollegen
Moyers  von  der  Western  Federation  of  Miners,  und  wie  die  kleine
alte  Mutter  Jones,  die  in  ihrem  Leben  an  Wohltätigkeit  wohl
mehr  geleistet  hat,  als  alle  Philantropen  des  Landes  zusammen;
man  hat  die  Leute  in  Pennsylvanien  nicht  in  Karrees  getrieben
(bull  penn),  die  der  gelehrige  Gouverneur  Peabody  von  Colorado
nach  dem  Muster  des  englischen  Verfahrens  gegen  die  Buren
übernahm.  Kerkermauern  und  blaue  Bohnen  wechseln  die  Stimmung
im  Handumdrehen.  Der  ganze  fortschrittliche  Westen  des  Landes
ist  politischer  gestimmt.  Wenn  aber  in  Amerika  einmal  die  Erkenntnis ­
  durchdringt,  dass  der  politische  Arbeiterkampf  unvermeidlich ­
  ist,  —  mag  dieses  „wenn“  nun  nach  Mitchell  ein  konditionelles ­
  oder  nach  der  Meinung  anderer  ein  temporäres  sein,
—  dann  hat  dieser  Kampf  das  Stadium  erst  noch  zu  durchlaufen, ­
  das  in  Deutschland  bereits  durchgekämpft  ist;  und  er  hat
einen  weit  schwereren  Stand  gegen  eine  Regierung  des  Bestechungssystems, ­
  als  gegen  irgendwelche  monarchische  Militärtyrannei.
Ich  vertrete  nicht  die  Meinung,  dass  die  Welt  je  amerikanisiert ­
  werde.  Amerika  wird  mit  Riesenschritten  europäisiert  und
wird  dann  erst  merken,  in  welchem  Nachteil  es  sich  durch  sein
englisch-mittelalterliches  Gesetzeswesen  gegenüber  den  demokratischen ­
  Staaten  mit  kodifizierten  Gesetzen  und  beweglichen
Verfassungen  befindet.  Aber  deshalb  dürfen  andere  Länder  nicht
versäumen,  das  nachzuholen,  was  dieses  Land  in  seinen  Jugendjahren ­
  so  reich  gemacht  hat.  Wenn  auch  der  deutsche  Idealismus ­
  die  Arbeiterschaft  fernliegenden  Zielen  zugeführt  hat,  und