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toten  Hand“  besteht  und  selbst  die  konservativsten  Gewerkschaften ­
  lassen  sich  nicht  durch  ehrwürdige  Überlieferungen,  sondern ­
  nur  durch  die  wechselnden  Zeitbedürfnisse  leiten.
Das  geschriebene  Statut  ist  daher  eigentlich  mehr  eine  Zusammenstellung ­
  der  gegenwärtig  geltenden  Politik  als  eine  Festlegung ­
  auf  ein  künftiges  Ziel.  Während  bei  einigen  Vereinigungen
zur  Abänderung  eine  Zweidrittelmehrheit  gefordert  wird,  ist  bei
anderen  die  einfache  Majorität  der  Hauptversammlung  oder  der
Delegierten  ausreichend.
Es  gibt  örtliche,  Bezirks-,  nationale  und  internationale  Gewerkschaften. ­
  Die  Bezirksvereinigungen  sind  meist  Abteilungen
der  nationalen  zur  Aufsicht  über  die  Ortsgruppen  eines  Einzelstaates. ­
  Die  nationalen  Organisationen  haben  meist  überall  da
Gruppen,  wo  Leute  in  dem  betr.  Gewerbe  beschäftigt  sind,  wenn
sie  auch  in  einzelnen  Fällen  sich  auf  bestimmte  Landesteile  beschränken, ­
  wie  z.  B.  die  der  Baumwollspinner  auf  Neuengland  und
die  der  nordischen  Metallarbeiter  auf  Michigan,  Wiskonsin  und  Minnesota. ­
  Die  internationalen  Vereinigungen  führen  ihren  Namen,  weil
sie  Kanada  und  die  Eisenbahnbrüderschaft  Mexiko  einschliessen.
Mit  irgendwelchen  europäischen  Organisationen  oder  solchen  in
einem  anderen  Teile  der  Welt  als  Kanada  und  Mexiko  besteht
kein  Zusammenhang.  Geschichtlich  ist  die  nationale  Vereinigung
aus  den  örtlichen  entstanden  durch  deren  Zusammenschluss  zu
gegenseitigem  Schutze.  Aber  die  grosse  Mehrzahl  der  Ortsgruppen
ist  dann  erst  wieder  gelegentlich  der  Ausdehnung  der  nationalen
Vereinigungen  von  diesen  ins  Leben  gerufen  worden.
Diese  Ortsgruppen  sind  die  Grundlage  für  die  Organisation
und,  wie  gesagt,  in  ihrer  Verwaltung  völlig  demokratisch;  ihre
Mitglieder  stehen  meist  auf  ähnlicher  Lohnstufe  und  gesellschaftlicher ­
  Stellung  und  sind  in  der  Kegel  durch  freundschaftliche
Beziehungen  miteinander  verknüpft.  In  Städten  bis  zu  100000  Einwohnern ­
  kann  man  bequem  in  kurzen  Pausen  Zusammenkommen,
um  zu  allen  vorkommenden  Fragen  Stellung  zu  nehmen.  Zur
Aufrechterhaltung  des  demokratischen  Prinzips  sind  allerlei  Vorkehrungen ­
  getroffen.  Der  Vorsitzende  wird  meist  nur  auf  1 / 2
oder  1  Jahr  gewählt  und  erhält  selten  ein  Gehalt;  Sekretäre  und
Schatzmeister  werden  von  den  Mitgliedern  sorgfältig  überwacht;
Komitees  werden  meist  nicht  vom  Vorsitzenden,  sondern  von  der
Versammlung  ernannt.  Selbst  der  meist  bezahlte  Geschäftsführer
(business  agent),  der  auf  1 / 2  bis  1  Jahr  gewählt  ist,  kann  durch