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ist  für  den  Arbeiter  von  Bedeutung,  wie  die  Verschmelzung  der
Unternehmer  als  seiner  Vertrags-Kontrahenten  wirkt,  und  ob  der
Arbeitsmarkt  durch  Ersparung  der  Arbeitskräfte  ungünstig  beeinflusst ­
  wird.  Er  ist  aber  auch  in  gewissem  Grade  als  Konsument ­
  interessiert.  Vor  etwa  einem  Jahre  gewährte  der  Stahltrust, ­
  zweifellos  mit  den  besten  Motiven  (nein,  um  seine  Aktien
los  zu  werden  —-  der  Übers.)  seinen  Angestellten  .das  Becht,
Vorzugsaktien  zum  Kurse  von  82,5  (d.  i.  also  330  Mark  das  Stück
—  der  Übers.)  zu  kaufen.  Viele  ergriffen  diese  Gelegenheit,
da  man  glaubte,  der  Wert  würde  steigen.  Am  28.  September
1903  stand  aber  der  Kurs  auf  59,25;  wer  seine  Aktien  verkaufen
wollte,  hätte  also  93  Mark  am  Stück  verloren.  Der  Arbeiter
ist  an  der  Möglichkeit  sicherer  Anlage  von  Ersparnissen  interessiert ­
  und  eine  Politik,  welche  die  Trusts  ihren  Aktionären
gegenüber  verantwortlicher  machte,  würde  von  den  Gewerkschaften ­
  unterstützt  werden.
Als  Konsument  ist  der  Arbeiter  an  den  Preisen  interessiert.
Wenn  der  Staat  dieselben  für  monopolisierte  Industrien  nicht
beeinflussen  kann,  so  liegt  die  Gefahr  der  Steigerung  der  Kosten
der  Lebenshaltung  vor.  Man  kann  darin  weder  dein  Grossmut
noch  der  Einsicht  der  eine  Kontrolle  ausübenden  Männer  trauen,
und  ausführlichste  Veröffentlichungen  müssten  das  Publikum  über
die  Zusammensetzung  der  Preise  auf  dem  laufenden  halten.  Für
die  Nachfrage  nach  Arbeitskräften  hat  die  Zentralisation  der
Produktion  dieselbe  Wirkung,  wie  die  Einführung  von  Maschinen;
sie  wirft  zeitweise  Leute  aus  den  Stellungen,  aber  sie  saugt  sie
auch  allmählich  selbst  wieder  auf.  Mehr  Gefahr  liegt  für  die
Arbeiter  in  der  Macht  der  Trusts,  einen  Druck  auf  die  Arbeitsbedingungen ­
  auszuüben.  Als  1899  in  Colorado  die  Schmelzer
streikten,  konnte  die  amerikanische  Schmelz-  und  Kaffineriegesellschaft
  ihre  Produktion  zeitweilig  von  ihren  Betrieben  mit  organisierten ­
  Arbeitern  auf  solche  mit  unorganisierten  übernehmen  und
dadurch  den  Streik  brechen.  Ebenso  konzentrierte  der  Stahltrust
während  des  Streiks  im  Jahre  1901  die  Fabrikation  auf  die  Betriebe, ­
  in  denen  die  Gewerkschaftler  schwächer  waren.
Die  Haltung  der  grossen  Trusts  steht  wie  im  allgemeinen,
so  auch  der  Arbeitervereinigung  gegenüber  nicht  klar  fest;
aber  sicher  befinden  sich  an  den  leitenden  Stellen  viele  Männer,
die  nicht  gewillt  sind,  mit  ihnen  Verträge  zu  schliessen.  Das
ist  für  beide  Teile  bedauerlich.  Den  Arbeitern  könnte  eine  In ­