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mischung  in  dieselbe  warnt,  erreicht  vielleicht  schon  morgen  durch
dieselbe  eine  Besserung.  Über  die  Notwendigkeit  der  Vertretung
der  Gewerkschaftler  in  öffentlichen  Körperschaften  besonders  den
Parlamenten  kann  kein  Zweifel  bestehen,  so  dass  lediglich  die
Art  dieser  Vertretung  in  Frage  kommt.
Ein  gewisser  Teil  der  Arbeiterschaft  glaubt,  die  Arbeiter
hätten  ausschliesslich  Interessen,  die  sich  mit  denen  anderer  Gesellschaftsklassen ­
  nicht  in  Übereinstimmung  bringen  Hessen  und
daher  müsse  eine  Arbeiterpartei  geschaffen  werden,  die  keinen
anderen  Zweck  habe,  als  die  Reform  der  Arbeitsbedingungen.  Dies
würde  ratsam  sein,  wenn  die  politischen  Verhältnisse  in  Amerika
lägen  wie  etwa  in  Frankreich  oder  Deutschland,  wo  von  einem
Dutzend  verschiedener  Parteien  jede  mehr  oder  weniger  ausgeprägte ­
  Klasseninteressen  vertritt.  Auch  wenn  eine  solche  Arbeiterpartei ­
  in  diesen  Ländern  nicht  stark  genug  wäre,  die  Regierung
zu  einer  direkten  Arbeiterpolitik  zu  zwingen,  so  könnte  sie  im
Bunde  mit  anderen  Parteien  doch  vielleicht  eine  gewisse  Arbeiterschutzgesetzgebung ­
  erreichen.
In  Amerika  gibt  es  praktisch  nur  zwei  Parteien:  die  republikanische ­
  und  die  demokratische.  Freilich  gibt  es  noch  einige
andere  Parteien,  wie  Sozialisten  und  Prohibitionisten,  die  einige
tausend  Stimmen  erhalten,  aber  diese  sind  nicht  stark  genug,
auch  nur  einen  einzigen  Wahlmann  zu  stellen.  Die  „dritten
Parteien“,  welche  von  Zeit  zu  Zeit  aufgetaucht  sind,  verschwanden
meist  schnell  wieder  oder  verschmolzen  mit  einer  der  beiden
grossen  Parteien.  Ich  will  hier  kein  Urteil  über  dies  Zweiparteiensystem ­
  abgeben,  aber  es  scheint  zu  einem  untrennbaren  Bestandteil ­
  unserer  Politik  geworden  zu  sein.  Die  Folge  dieses  Systems
ist,  dass  die  einzelnen  Interessentengruppen  Konzessionen  von  einer
der  beiden  Parteien  zu  erhalten  suchen  müssen.  Jede  gut  organisiei'te
  Gruppe  entschlossener  Männer  kann  gewöhnlich  alle  oder
einen  Teil  ihrer  Forderungen  von  einer  der  beiden  herrschenden ­
  Parteien  zugebilligt  erhalten,  wenn  sie  sich  neutral  verhält, ­
  denn  jede  derselben  ist  auf  jede  geschlossene  Wählergruppe ­
  angewiesen.  Ich  glaube  daher  nicht,  dass  gegenwärtig ­
  eine  dritte  oder  Arbeiterpartei  von  Nutzen  für
die  Arbeiterschaft  sein  würde.  Da  eine  solche  Partei,  auch
wenn  jeder  organisierte  Arbeiter  für  sie  stimmen  würde,  eine
Mehrheit  nicht  erlangen  könnte,  könnte  sie  ihren  Willen  der  Gesamtheit ­
  auch  nicht  aufzwingen.  Allerdings  würden  im  Kongress