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ehrlich  und  zweckentsprechend  geführt,  wie  erwünscht,  aber  für
Unternehmer-  und  Arbeiterverbände  gilt  das  g'leiche.  Die  Gewerkschaften ­
  wünschen  keine  Befreiung  von  Strafen,  keine  Ausnahmestellung ­
  unter  dem  Gesetz,  sondern  nur  die  Möglichkeit,  ungehindert ­
  und  ohne  ewige  Gesetzeseinmischung  sich  zu  entfalten,
die  Verantwortlichkeit  aber,  die  sie  selbst  für  gerechtfertigt  halten,
in  Form  der  Arbeitsverträge  auf  sich  zu  nehmen.
Die  Forderung  nach  Eintragung  der  Gewerkschaften  wird
wahrscheinlich  bald  verstummen.  Die  Feinde  der  Bewegung  sehen
ein,  dass  dieselbe  nicht  immer  ein  wirksames  Angreifen  der  Vermögen ­
  ermöglichen  würde,  und  ergreifen  bequemere  Waffen,  da
ihnen  ein  Gramm  Schädigung  wichtiger  ist,  als  ein  Pfund  Eintragung.
Wenn  man  also  auch  nicht  voraussehen  kann,  welche
Wirkungen  Gesetzesänderungen  haben  würden,  die  die  Eintragungen ­
  begünstigen,  oder  Gerichtsentscheidungen,  welche  die  nicht
eingetragenen  Vereinigungen  schikanieren,  so  dürfte  doch  gegenwärtig ­
  die  Mehrzahl  der  Arbeiter  sich  vor  einem  Schritte  hüten,
dessen  Vorteile  zweifelhaft,  dessen  Gefahren  offenkundig  sind.  —

27.  KAPITEL.
Die  Angriffe  gegen  die  Gewerkschaften.
In  den  Augen  gewisser  Kritiker  ist  der  Hauptinhalt  der  Anklage ­
  gegen  die  Gewerkschaften  die  Tatsache  ihrer  Existenz.  Zu
allen  Zeiten  hat  es  Leute  gegeben,  so  fanatisch,  so  pervers  und  so
blind  gegenüber  dem  Fortschritt  und  den  Bedürfnissen  ihres  Zeitalters, ­
  dass  sie  in  Volksbewegungen  nichts  als  Unheil  erblickt
haben.  Allmählich  ist  es  dann  Mode  bei  diesen  Leuten  geworden,
ein  solches  Vorurteil  hinter  dem  Wunsch  einer  Eindämmung  der
Bewegung  zu  verbergen.  Man  hat  nichts  gegen  „anständig  geleitete ­
  Gewerkschaften“,  das  heisst,  gegen  solche,  die  nichts  von
dem  tun,  wozu  sie  geschaffen  sind.  Das  sind  diese  Hüter  der
Schlagbäume,  die  den  Fortschritt  der  Zeit  fürchten,  nichts  gegen
die  Eisenbahnen  selbst  sagen,  solange  man  nur  keine  Züge  auf
ihnen  fahren  lässt;  die  das  Gesetz  wünschen,  aber  sich  gegen  seine
Anwendung  sträuben.