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und  der  Unternehmer  hätte  ihr  gegenüber  dasselbe  Recht,  an  das
Gewissen  des  Volkes  zu  appellieren,  wie  die  Arbeiter,  die  man
in  den  Schwitzbuden  ausbeutet.
Diese  Einschränkung  der  Leistung  besteht  in  England  in
viel  geringerem  Masse,  als  man  behauptet  hat  und  dass  sie  in
Amerika  weniger  als  in  England  vorkommt,  geben  auch  die  amerikanischen ­
  Unternehmer  zu.  Vor  allem  aber  ist  diese  Einschränkung ­
  keine  Erfindung  der  Gewerkschaften,  sondern
auch  unorganisierte  Arbeiter  gehen  in  der  Leistung  herab,  wenn
sie  im  Lohn  keine  Erhöhung  durchsetzen  können,  wie  vor  allem
da,  wo  im  Stücklohn  eine  obere  Grenze  festgesetzt  wird.  Diese
Tendenz  wird  sogar  durch  die  Organisationen  geschwächt,  da  diese
eine  untere  Grenze  der  Leistung  und  eine  Verbesserung  der
Arbeitsbedingungen  auf  anderem  Wege  erreichen.
Der  erwähnte  Vorwurf  wird  übrigens  häufiger  gegen  die  Gewerkschaften ­
  nur  dann  erhoben,  wenn  sie  die  Arbeitszeit  zu  kürzen
suchen.  Im  übrigen  werden  die  geeinten  Arbeiter  nur  zur  Abwendung ­
  eines  bestimmten  Angriffes,  z.  B.  der  beliebten  Preisdriickerei
  durch  Forcieren  der  Geschwindigkeit,  sich  zu  langsamer
Arbeit  verstehen;  denn  diese  Beschneidung  des  Stücklohnes  zieht,
statt  bessere  Arbeiter  über  den  Durchschnitt  zu  heben,  die  Mehrheit
unter  denselben  hinab:  eine  Schraube  ohne  Ende,  die  schliesslich  die
Qualität  der  Arbeit  verschlechtert  und  die  Gesundheit  der  Leute
ruiniert.  Eine  Gewerkschaft  kann  sich  nicht  darauf  einlassen,
die  Löhne  nach  der  Leistung  eines  Strebers  oder  Schrittmachers
festzusetzen,  sondern  muss  auf  einem  Minimallohn  bestehen,  über
den  hinaus  der  Streber,  wie  der  besonders  Leistungsfähige  eine
Prämie  erhalten  mag.  Eine  zu  scharfe  Anspannung  der  menschlichen
Leistungsfähigkeit  während  weniger  Arbeitsstunden,  bedeutet  ebenso
gut  seine  frühe  Zerrüttung,  wie  zu  lange  Arbeitsstunden;  in  keinem
Falle  darf  man  sie  zur  Durchschnittsanforderung  werden  lassen.
Wie  mir  gegenüber  der  Vorsitzende  einer  Eisenbalmgesellschaft  zugestand: ­
  „Wir  Unternehmer  sind  verantwortlich,  wenn  einer  sich
gegen  Stückarbeit  sträubt  und  wir  sind  schuld,  wenn  man  die  Leistung
einzuschränken  sucht;  wir  haben  unsere  Leute  gezwungen,  eine
Arbeit  im  Eilschritt  zu  tun,  die  es  schwer  war,  langsam  zu  tun“.
Die  gegenwärtige  Agitation  unter  Unternehmern  für  ein  Prämiensystem,
  bei  dem  die  Grundrate  erhalten  bleibt,  von  der  Mehrleistung ­
  aber  ein  Teil  an  den  Arbeiter  fällt,  scheint  eine  Aner ­