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sondern  auch  vor  der  Konkurrenz  aller  geschützt,  die  diese  Zeit
nicht  abgedient  hatten.  Die  Beziehungen  zwischen  den  Meistern
und  ihren  Lehrlingen  waren  durch  Gesetz  oder  Gildenstatut  festgelegt ­
  und  dies  Monopol  konnte  nur  durch  Söhne  gebrochen  werden, ­
  die  ihr  Gewerbe  vom  Vater  übernahmen.
Bei  der  Einführung  einfacher  Maschinen  war  nun  nicht  mehr
die  Kenntnis  des  ganzen  Gewerbes,  sondern,  entsprechend  der
Arbeitsteilung,  oft  nur  die  einiger  Handgriffe  erforderlich.  So
schwand  um  die  Mitte  des  18.  Jahrhunderts  das  Lehrlingssystem;
man  lehrte  die  sogenannten  Lehrlinge  nicht  mehr  das  Gewerbe,
sondern  benutzte  nur  die  billigere  Kinderarbeit.  Dadurch  wurden
die  Gewerkschaften  in  die  Frage  verwickelt  und  unter  dem  Druck
der  Masse  halbangelernter  Leute  erstrebten  einige  wieder  eine  dem
jeweiligen  Bedürfnis  angepasste  Begrenzung  des  Nachwuchses.
Dies  zog  ihnen  vor  allem  die  Anklage  zu,  durch  Beschränkung
ihrer  Mitglieder  das  Gewerbe  monopolisieren  zu  wollen.  Die
Webbschen  Untersuchungen  zeigen  jedoch,  dass  die  Gewerkschaften, ­
  die  wirklich  die  Zahl  der  Lehrlinge  unter  das  Bedürfnis ­
  des  Gewerbes  beschränkten,  weniger  als  1%  der  organisierten ­
  Arbeiter  des  Königreichs  umfassten.  In  den  Vereinigten
Staaten  ist  der  Prozentsatz  wahrscheinlich  noch  geringer.  Denn
hier  käme  als  Konkurrenz  nicht  nur  die  Zahl  der  Lehrlinge  aus
nichtorganisierten  Werkstätten,  sondern  der  Ersatz  durch  gelernte
Einwanderer  in  Betracht.  Wo  amerikanische  Gewerkschaften
überhaupt  Bestimmungen  über  Lehrlinge  vorgesehen  haben,  pliegen
die  Unternehmer  die  von  denselben  genannte  Zahl  nicht  einmal
einstellen  zu  wollen.
Heute  wollen  sich  weder  die  Burschen  einer  so  langen  Lehrzeit ­
  unterziehen,  noch  ist  in  einem  Grossbetriebe  die  Möglichkeit
gegeben,  alle  Seiten  eines  Gewerbes  zu  erlernen,  wenn  dies  wirklich ­
  wünschenswert  wäre.  Und  so  ist  das  Lehrproblem  zu  einem
Schulproblem  geworden.  Die  sich  immer  mehr  ausbreitenden
technischen  Schulen  sind  mit  ihren  Werkstätten  imstande,  ihren
Leuten  eine  bessere  Ausrüstung  für  das  gewerbliche  Leben  mitzugeben, ­
  als  sie  der  gelernte  Arbeiter  der  letzten  Generation
hatte.  Leider  besteht  bisher  noch  ein  gewisser  Gegensatz  zwischen
den  aus  Schulen  und  den  aus  Werkstätten  hervorgegangenen
Arbeitern,  da  erstere  während  ihrer  technischen  Erziehung  die
Fühlung  mit  dem  Wirtschaftsleben  leicht  verlieren.  Die  Schulen
müssen  auf  hören,  eine  Abneigung  gegen  die  Gewerkschaftsbewe-