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wo  sie  erfolgt,  ihnen  zu  anderen  Stellungen  verliolfen  werden.
Und  von  früh  bis  abend  hat  der  Führer  wachsam  zu  sein  und  die
Notwendigkeit  des  friedlichen  Benehmens  zu  predigen;  die  Leute
müssen  vom  Trinken  abgehalten  und  vor  Streit  bewahrt  werden;
gegen  den  Missbrauch  von  Gewalt  auf  seiten  des  Gegners  ist
Protest  einzulegen;  und  täglich  werden  neue  Situationen  auftauchen, ­
  die  an  die  klare  Urteilskraft,  an  das  Geschick  und  den
Takt  des  Führers  in  augenblicklicher  Entscheidung  die  grösste
Anforderung  stellen.
Niemand  kann  einen  Streik  fehlerlos  führen;  jeder  Brief  kann
eine  Falle  sein  und  Hunderte  anscheinend  Neutraler  können  im
stillen  suchen,  dem  Streik  das  Wasser  abzugraben.  Vom  moralischen ­
  Standpunkt  aus  wird  viel  mehr  über  die  Streikleitung  als
über  das  Benehmen  der  Unternehmer  in  solchen  Zeiten  geschrieben. ­
  Jeder  glaubt,  dem  Streikenden  vorschreiben  zu  müssen,
was  er  zu  tun  und  zu  lassen  hat,  und  wenige  nur  dem  Unternehmer ­
  und  Skeb.  Aber  da  ich  hier  keine  Angriffe  auf  Unternehmer ­
  Vorbringen  will,  muss  ich  mich  auf  das  gleiche  beschränken. ­

Vor  allem  bringt  jeder  Akt  der  Gewalt,  so  berechtigt  er
auch  im  Einzelfalle  scheinen  mag,  der  Partei  des  Täters  den
grösseren  Schaden  als  der  des  Empfängers,  weil  er  die  Sympathie
des  Publikums  dem  Betroffenen  zuwendet.  Man  kann  die  Gründe
der  Tat  nicht  sehen  und  wird  den  Täter  nie  entschuldigen.  Die
Anwendung  von  Gewalt  gilt  als  Zeichen  der  Schwäche  und  des
Tieferstehenden.  Und  man  sollte  zur  Verteidigung  einer  Gesetzesverletzung ­
  niemals  anführen,  der  Streik  sei  ein  Krieg.  Wie  im
Krieg  zur  Erhaltung  der  Sympathie  anderer  Völker  beide  Gegner
innerhalb  der  Grenzen  des  Völkerrechtes,  so  müssen  beim  Streik
beide  auf  der  Basis  des  Gesetzes  bleiben.  Gewalt  ist  gesetzwidrig ­
  und  unmoralisch,  und  man  soll  dem  Streik  den  Schutz
des  Gesetzes  und  die  Achtung  der  Moral  nicht  verscherzen.
Es  ist  schon  behauptet  worden,  kein  Streik  könne  ohne  Anwendung ­
  von  Gewalt  gewonnen  werden.  Wenn  das  wahr  wäre,
dann  dürfte  man  den  Streik  nicht  führen;  besser  er  geht  verloren, ­
  als  er  wird  mit  Gewalt  gewonnen.  Die  Sache  der  Gewerkschaften ­
  ist  nicht  von  Streiks  abhängig;  in  diesem  Falle  würde
man  die  Möglichkeit  eines  friedlichen  Streiks  zeigen  und  die  Arbeiter ­
  ausschliesslich  auf  den  Weg  der  Politik  verweisen
müssen.