4 Handels» marine. deren auswärtiger Handel zusammen fast die Hälfte des gesammten Welthandels ausmacht, betrug der procentuale Antheil am Welt handel für 1882 1899 England 19,7 17 das Deutsche Reich . . 10,3 11,8 die Vereinigten Staaten . 9,9 9,6 Frankreich 11,1 8 Wie aus diesen Ziffern ersichtlich, verschiebt sich das Ver hältnis sogar mehr und mehr zu Gunsten Deutschlands, denn, wenn auch England uns thatsächlich noch bedeutend überragt, so geht doch in letzter Zeit sein procentualer Antheil am Welthandel zurück, während der des Deutschen Reiches steigt. Von den wichtigsten an deren Konkurrenzstaaten ist der Antheil der amerikanischen Union etwa derselbe geblieben, während der Frankreichs ebenfalls erheblich zurückgegangen ist. Der deutsche Unternehmungsgeist hat in kühnem Vorwärts dringen den ganzen Erdball umspannt. Es giebt heute kaum ein Land der Welt, in dem der deutsche Kaufmann und die deutsche Waare nicht zu finden wären, und dieser Siegeszug, den deutscher Handel und Industrie durch die uncivilisirtesten Völker und Gegenden des Erdballs angetreten hat, wird mit jedem Jahre augenfälliger. Die Zunahme unseres Handels während des letzten Jahrzehntes (1889/1899) betrug im Verkehr mit den Staaten: Europas Amerikas Australiens Asiens Afrikas 25«/o 61 o/ 0 178 o/o l47 0/ 0 279 0/ 0 Und diese Entwicklung ist keineswegs blos der Industrie zu Gute gekommen. Mit dem ausserordentlichen Aufschwung des Ein- und Ausfuhrverkehrs haben auch die hieran betheiligten Erwerbszweige der Rhederei und Spedition, des Eisenbahn- und Binnenschifffahrts- Verkehrs eine ausserordentliche Entwicklung genommen, es tritt dies u. a. in den Ziffern unserer Handelsflotte deutlich zu Tage. Es betrug Die Zahl der Dampfschiffe in 1882 1900 procentual Zunahme England 4317 5649 31 % Deutschland , . . . . 354 1031 191 o/ 0 den Ver. Staaten v. A. 594 674 13 o/ 0 Frankreich 414 545 320/ 0