25 Absicht vereitelt. Für ihre Wirksamkeit war es ein glück licher Umstand, daß ihr die Unabhängigkeit gewahrt blieb, und ihr die Freiheit des Handelns gelassen wurde, die einer amtlichen Stelle niemals zustehen kann. An der Gründung- beteiligten sich die Ministerien für Handel und Gewerbe und der öffentlichen Arbeiten; außerdem wurden hinzugezogen: der Zentral verein für das Wohl der arbeitenden Klassen in Berlin; der Yerein zur Förderung des Wohls der Arbeiter „Concordia“ in Mainz (dieser Verein ist iin Jahre 1901 mit der Zentralstelle verschmolzen worden); Arbeiterwohl, Verband katholischer Industrieller und Arbeiterfreunde in M.-Gladbach; Links-Rheinischer Yerein für Gemeinwohl in M.-Gladbach; Bergischer Verein für Gemeinwohl in Elberfeld; Yerein der anhaitischen Arbeitgeber in Dessau; Gesellschaft für Ver breitung von Volksbildung in Berlin; Gesamtverbaud der evangelischen Arbeitervereine Deutschlands in M.-Gladbach; Katholischer Gesellenverein in Köln. Der Zentralstelle wurden bei der Gründung folgende Aufgaben gestellt: I. Sammlung, Sichtung, Ordnung und Katalogisierung von Beschreibungen, Statuten und Berichten über Einrichtungen, welche zum Besten der unbemittelten Volksklassen getroffen sind; II. Auskunftserteilung auf Anfragen über Arbeiterwohl- fahrtseinrichtungen zunächst an die leitenden Ver eine und, soweit Zeit und Mittel es gestatten, auch an nichtbeteiligte; III. Mitteilung über bemerkenswerte Erscheinungen auf dem Gebiete der Arbeiterwohlfahrtseimüchtungen an die Zeitschriften der beteiligten Vereine und andere Blätter, welche sich zu diesem Zwecke zur Verfügung- steilen. Nachdem die Zentralstelle bereits eine Reihe praktischer Arbeiten in Angriff genommen hatte, erhielten die Statuten am 15. Mai 1898 den Zusatz: Außerdem wird die Zentral stelle sich angelegen sein lassen, nach Maßgabe ihrer Mittel und Kräfte durch Veranstaltungen, welche iin Vorstehenden nicht genannt sind, auf dem Gebiete der Arbeiterwohlfahrts frage sich zu betätigen.