27 Fragen beschäftigt, und er konnte als Sachverständiger auf dem Gebiet des Kleinwohnungsbaues gelten. Schon vor längerer Zeit hatte er seine Aufmerksamkeit der Arbeiter wohnungsfrage zugewendet, worüber er im Jahre 1890 einige sehr bemerkenswerte Artikel in der „Deutschen Rundschau“, die von Julius Rodenberg herausgegeben wird, veröffent licht hatte. Im Jahre 1891 erschien von Albrecht: Die Wohnungs not in den Großstädten und die Mittel zu ihrer Abhülfe. München. Geheimrat Post hatte, als er noch Dozent an der Tech nischen Hochschule in Hannover war, lebhaften Anteil an den Versuchen genommen, die dort zur Durchführung einer Wohnungsreform unternommen waren. Er war einer der Gründer des dortigen Spar- und Bauvereins. Die Leiter der Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrts einrichtungen waren demnach durch ihre Studien und ihre praktische Tätigkeit besonders befähigt, einen Versuch zur Besserung der Wohnungsverhältnisse der arbeitenden Klassen zu unternehmen. Die erste Konferenz der Zentralstelle, welche am 25. und 26. April 1892 stattfand, war der Erörterung der Wohnungsfrage gewidmet und No. 1 der Schriften der Zentral stelle, die auch im Laufe des Jahres 1892 erschien, führte den Titel „Die Verbesserung der Wohnungen.“ Zwei weitere Publikationen der Zentralstelle über die Wohnungsfrage er schienen im Jahre 1893: I. Untersuchungen über die Wohnungsverhältnisse der ärmeren Bevölkerungsklassen in Berlin, II. Die Spai’- und Bauvereine in Hannover, Göttingen und Berlin, als No. 3 der Schriften der Zentralstelle für Arbeiter- wolilfahrtseinrichtungen. Der praktische Versuch, welchen die Leiter der Zentral stelle auf dem Gebiete der Wohnungsfrage unternahmen, be stand darin, daß sie die Gründung einer Baugenossenschaft in die Hand nahmen, welche nach dem Vorbild des Hannoverschen Spar- und Bauvereins am 9. März 1892 ins Leben trat. Die Idee zur Gründung einer derartigen Ge nossenschaft war also nicht von Arbeitern ausgegangen,