38 Wir sehen, daß die Eisenbahnarbeiter, die Buchdrucker und Steindrucker einen großen Teil der Arbeitergruppe bilden. Wahrscheinlich sind aus der Gruppe der Bauarbeiter ebenso große Prozentsätze vorhanden. Sehr bemerkenswert ist es, daß die Arbeiterinnen ein immer steigendes Kontingent zur Mitgliederzahl stellen. Zu den 57 Arbeiterinnen im Jahre 1902 kommt dann noch die große Gruppe 12 von 143 weib lichen Mitgliedern, dazu noch 9 weibliche Handelsgehülfen aus Gruppe 2, 1 weibliches Mitglied aus Gruppe 5, 3 aus Gruppe 6, 3 aus Gruppe 7, 5 aus Gruppe 9 und 8 aus Gruppe 11, sodaß dem Verein im ganzen 228 weibliche Mit glieder angehören. Fassen wir die Gruppe 3 und 4 zusammen, so finden wir, daß im Jahre 1902 146 Beamte, wahrscheinlich auch zum großen Teil der Eisenbahn- und Postverwaltung angehörig, Mitglieder der Genossenschaft waren. Dann kommen die selbstständigen Handwerker mit 127, die Hand lungsgehilfen mit 99 Mitgliedern. Bemerkenswert ist ferner, daß die liberalen Berufe, wenn wir die höheren Staatsbeamten dazurechnen, durch 70 Mitglieder vertreten sind. IV. Die Bautätigkeit des Vereins. Die Schwierigkeiten, welche der Bebauungsplan der Stadt Berlin der Errichtung kleiner Wohnungen entgegenstellt, waren nicht leicht zu überwinden. In diesem Bebauungsplan sind die Baublocks so tief angelegt, daß ihre Ausnutzung für kleine Wohnungen sich sehr ungünstig gestaltet. Man konnte auf der anderen Seite auch nicht daran denken, diese unver hältnismäßig großen Blocks durch neue Anlagen von Straßen in kleinere zu verwandeln, da die zu diesem Zweck erforder lichen Kosten dem Verein zur Last gefallen wären. Zu dieser Schwierigkeit trat noch eine andere, welche in dem hohen und immer steigenden Werte der Grundstücke bestand, der von vornherein eine große Kapitalanlage nötig machte. Um die kostspieligen Grundstücke vollständig auszunützen, muß man das tiefe Terrain mit einem Vorderhaus, zwei langen Seitenflügeln und einem Hinterhaus bebauen. Da es mit der dritten Seite gewöhnlich an ein Nebenhaus anstößt, so bleibt