43 und Küche. Auch iu den Obergeschossen des Hofgebäudes, das aus zwei gleichartigen Häusern besteht, befinden sich in jeder Etage 2 Wohnungen, die Stube und Küche umfassen. In den beiden straßenwärts gelegenen Eckhäusern befinden sich in jeder Etage 3 Wohnungen, die aus 2 größeren Stuben und Küche bestehen. Sämtliche Wohnungen haben ihren abgeschlossenen Flur, ihre Küche mit Speisekammer, Kloset und die meisten außerdem einen Balkon oder eine Loggia. Zu jeder Wohnung gehört auch hier wiederum separater Keller uud Boden und die Mitbenutzung der Wasch küchen und Badezimmer steht auch hier wieder jedem Be wohner unentgeltlich zu. Mit Ausnahme der Wohnungen, welche den Blick auf den gartenartig angelegten Hof haben, liegt in allen Wohnungen das Hauptzimmer nach der Straße zu, während die übrigen Räume in der Regel nach dem Hof hinausgehen. Es kann also eine bequeme Durchlüftung sämt licher Wohnungen je nach Bedarf erfolgen. Gerade bei kleinen Wohnungen ist eine derartige Durchlüftung aus hygienischen Gründen besonders nötig. Im Erdgeschoß befinden sich 9 Läden und ein Restau rant, das von der Gemeinnützigen Gesellschaft betrieben wird. Hieran schließen sich Räume, die als gemeinsame Versamm lungslokale und als Bibliothekzimmer benutzt werden. Das Erdgeschoß enthält ferner eine Bäckerei, die von einer be sonderen für diesen Zweck begründeten Genossenschaft be trieben wird. In dem einen Eckladen befindet sich ein Kolonialwarengeschäft der Gesellschaft mit b. II., die auch zu der Genossenschaft gehört. Die eine Hälfte dieser Häuser wurde am 1. Oktober 1897 fertiggestellt, die andere am 1. April und am 1. Juli 1898. Die ganze Anlage umfaßt 125 Wohnungen und 11 Läden. Die Zahl der Läden kann eventl. noch vermehrt werden; es sind in dieser Beziehung schon während des Baues kleine Abänderungen getroffen worden. Die Wohnungen, welche auf der linken Hälfte des Grundstückes liegen,- sind etwas größer als die auf der rechten Seite. Die rechte Hälfte des Grundstückes wurde zuerst erbaut, und da man gegen diese Wohnungen hauptsächlich einwandte, daß die Küchen zu klein seien, beseitigte man diesen Mangel bei der späteren Bebauung