47 gab den Anlaß, daß man von allen Seiten der Ausführung des Unternehmens Schwierigkeiten zu bereiten suchte und womöglich es ganz zu vereiteln strebte. Der Verein schickte im Januar 1901 an seine Mitglieder, die in den Tempelhofer Werkstätten beschäftigt sind, einen Fragebogen aus, bei dessen Beantwortung 127 Mitglieder der Pensionskasse ihre Absicht erklärten, eine der Wohnungen, welche der Verein in jener Vorstadt eri’ichten wollte, zu be ziehen. Die Aussicht auf eine Wohnung der geplanten An siedlung veranlaßte mehr als 100 Arbeiter der Königlichen Eisenbahnverwaltung, dem Verein als Mitglieder beizutreten, und der Vorstand der Pensionskasse stellte daraufhiu die Be willigung einer Wohlfahrtshypothek in Höhe von 600000 M. auf die zunächst zu erbauende Hälfte des bezeichneten Grund stücks in Aussicht. Sobald es aber bekannt wurde, daß die Absicht bestehe, in Tempelhof Arbeiterwohnungen herzustellen, traten die Gegner des Projekts hervor. Am 22. Juli kam der Verein um die Bauerlaubnis ein, die ihm versagt wurde, weil der Anbau an nicht regulierten Straßen nach dem Ortsstatut nicht zulässig sei. Der Verein erklärte sich bereit, das er forderliche Straßenland an die Gemeinde abzutreten, die Kaualisationsgebühren und die Kosten für die erforderliche Anschlußleitung zu tragen, die nach den Bestimmungen des Ortsstatuts auf den Verein entfallenden Pflastenmgskosten auf sich zu nehmen, sowie für den Fall, daß die Besitzerin des gegenüberliegenden Grundstücks, die Kirchengemeinde Tempel hof, sich weigern sollte, den auf sie entfallenden Teil der Pflasterungskosten zur Zeit zu übernehmen, auch diesen Teil der Kosten bis zur späteren Erteilung der Bauerlaubnis für dieses Grundstück auszulegen. Außerdem erklärte sich der Vorstand bereit, von dem ihm gehörigen Terrain den an der Dorfstraße gelegenen, für die spätere Regulierung dieser Straße erforderlichen Teil der Gemeinde Tempelhof freiwillig und unentgeltlich abzutreten. Trotz dieses weitgehenden Ent gegenkommens und der Befürwortung des Amts- und Ge meindevorstehers lehnte die Gemeindevertretung von Tempel hof es ab, die Straßenregulierung auszuführen. Diese ab lehnende Haltung wurde damit motiviert, daß der Gemeinde