72 Außer vorstehenden Wohnungen sind noch 17 Läden und andere Geschäftslokale nebst Wohnungen vorhanden. Wie folgt sind die Berufsstände der Mieter: 1. Der Versicherungspflicht unterliegende Arbeiter . . 265 2. Handlungsgehilfen 13 3. Unterbeamte 32 4. Subalternbeamte 2 5. Selbstständige Gewerbetreibende 17 6. Sonstige 8 7. Witwen und Frauen 10 342 Gegen Aftervermietung wird, sobald sie entdeckt wird, scharf vorgegangen. Eine solche Entdeckung hat gewöhnlich die Kündigung zur Folge. Von den 342 Mietern des Jahres 1900, die oben nach den Berufsständen gruppiert sind, sind 77 % der Versicherungspflicht unterliegende Arbeiter. Es er scheint demnach berechtigt, daß die Invaliditäts- und Alters versicherungsanstalt diesem Verein Hypothekengelder zu niedrigem Zinssatz leiht. Von den oben angeführten 325 Wohnungen wird für 293 eine Miete bezahlt, die unter 400 M. bleibt, während für die übrigen 32 Wohnungen eine Miete bezahlt wird, die 400 M. übersteigt. Im allgemeinen sind die Mieter, wie sich das auch er warten läßt, in den Ansiedlungen der Genossenschaft sehr seßhaft. Ein Wohnungswechsel kommt verhältnismäßig selten vor. Nach den Erkundigungen, die wir eingezogen haben, ist die Wohnung auf seiten der Mieter gekündigt worden, weil die Arbeitsstätte zu weit entfernt lag, oder weil der Mieter nach auswärts verzog, oder weil der Mieter eine Haus verwalterstelle übernahm, oder weil ein Todesfall eingetreten ist, oder weil die Wohnung für die Familie nicht mehr aus reichte. Auf seiten des Vermieters sind hauptsächlich Kündi gungen nur aus dem Grunde vorgekommen, daß ein Mieter heimlich fortgezogen ist. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln läßt es sich nicht immer vermeiden, daß die Wohnungen überfüllt sind, doch sind das immer nur vereinzelte Fälle. So bewohnt in einem der Ge nossenschaftshäuser z. B. ein Kurbelstepper mit Frau und