83 gestellt, um die bequeme Wasserversorgung dieser kleineu Landwirte zu ermöglichen. Die Aufstellung und Einrichtung der Brunnenanlage wurde von einigen Genossen besorgt, während die Kosten für das Material von der Gesamtheit getragen wurden. Im Sommer 1901 konnte schon ein Ernte- fest gefeiert werden. In ähnlicher Weise entwickelt sich auch die Tätigkeit der Hausgenossenschaften in den anderen Ansiedlungeu. Überall finden wir Bibliotheken und Gesangs vereine, und überall ist für das wirtschaftliche und gesellige Leben mannig fach gesorgt. VIII. Weitere Bestrebungen. Innerhalb der Hausgenossenschaft hatte es sich gezeigt, wie sehr die Arbeiterbevölkerung von dem Drang beseelt ist, sich zu bilden und sich zu belehren, und mit welchem Ver ständnis sie jede Gelegenheit ergreift, um dieses Streben zu befriedigen. Die Zentralstelle für Arbeiterwmhlfahrtseinrich- tungen, deren Leiter als treue Mitarbeiter im Berliner Spar und Bauverein nach jeder Richtung hin das genossenschaft liche Leben zu fördern suchten, kamen daher auf den Ge danken, für Belehrung und Unterhaltung Veranstaltungen in größerem Umfange für weitere Kreise der Berliner Arbeiter bevölkerung zu treffen. Die Mitglieder des Spar- und Bau vereins bildeten den Kern, woran sich die weitergehende Bewegung anschließen konnte. Wie bei der baulichen Tätig keit, so sollte auch bei diesen Bestrebungen die selbsttätige Mitarbeit der Arbeiter ermöglicht werden, um dadurch ein intensiveres Interesse innerhalb dieser Kreise zu erregen, und so organisierte man ein Komitee zur Veranstaltung von Volks aufführungen, das aus Mitgliedern des Vorstandes und Auf sichtsrates des Spar- und Bauvereins und einigen anderen Genossen zusammengesetzt wurde. Dieser Ausschuß besteht heute aus 26 Mitgliedern, die sämtlich der Genossenschaft angehören und die sämtlich, mit Ausnahme des Herrn Professor Dr. Albrecht und des Herrn Dr. von Erdberg (von der Zen tralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen), dem Arbeiter- 6*