13 die deutschen und amerikanischen Interessen dann nicht allein nicht kollidieren, sondern immer mehr sich mit- und ineinander gliedern werden.“ Diese Worte, die ich beim Abschied gesprochen habe, schicke ich meinem Buch vorauf, weil sie auch heute noch das Leitmotiv meiner Auffassungen bilden. # * * Inmitten großer und freier Einrichtungen, die Selbständig keit und Unabhängigkeit in erhöhtem Maße fördern, ist der politisch geschlossene Einheitsstaat der Union zu kraft vollster Entfaltung herangereift. In überreicher Fülle ist der Zuwachs der Naturalwerte für Produktion und Güteraustausch vorhanden. Scharfsinn und Erfindungsgabe erzeugen immer neue Fertigkeiten, lassen immer gewaltigere Werkstätten erstehen. So schwillt die wirtschaftliche Expansion beständig und erstaunlich an; sie krankt aber an der Unsicherheit finan- ziellerGrundlagen, an den Lücken des dielndustrien monopoli sierenden Aufbaus und leidet zugleich unter dem Interessen kampf der mit heftigster Anspannung schaffenden Arbeits gruppen: Stärke und Schwäche in der ökonomischen Rüstung halten sich gewissermaßen die Wage. Zu entmutigender Be tonung erdrückender Überlegenheit ist kein Anlaß, und unser Selbstvertrauen braucht nicht ins Wanken zu geraten. Nicht einen wirtschaftlichen Feind haben wir in Amerika zu er blicken, sondern einen Mitstrebenden, mit dem wir in gegen seitiger Förderung zu beiderseitigem Gewinn gleich weit gesteckten Zielen zueilen sollten. Gefestigte Überlieferung und wissenschaftliche Schulung bilden die Grundlage für