42 Großartigste und Vollkommenste auf dem Gebiet der Ge samtanlagen von Hochöfen, Stahl- und Walzwerken darstellen, entbehren jedes äußeren Schmuckes. Freilich, tritt man in die Werke ein, so fühlt man sich in eine Wunder- und Zauberwelt versetzt. Der Laie möchte an das Walten un sichtbarer Geister glauben, wenn er sieht, wie durch mecha nische Vorrichtungen in einem ununterbrochenen Zug das Rohmaterial bis zum fertigen Produkt geführt und das fertige Produkt zur Verladung gebracht wird. Aus der Fülle des Beobachteten vermag ich immer nur einige Beispiele herauszugreifen, um an ihnen, wenn auch nur in gedrängtem Abriß, das weite Maß und das Eigen artige der amerikanischen Produktion zu beleuchten. In der „Westinghouse Electric Mfg. Co.“ in Pittsburg, deren Anlagen auch äußerlich einen überaus stattlichen Eindruck machen, wurden, als ich im Januar dort war, vier 5000 Kilowatt- Maschinen fertiggestellt, die für den elektrischen Betrieb der ursprünglich mit Dampfbetrieb eingerichteten „Elevated Railroads“ in New York in Auftrag gegeben waren. In die mir eben gezogenen Grenzen fallen nicht minder die „Anheuser Busch-Brauerei“ in St. Louis und die „Pabst Brewery Co.“ in Milwaukee. Die letztgenannte Brauerei erzeugt jährlich fast 1 Million Barrels Bier (1 Barrel ist gleich 1,18 Hektoliter). Die Anheuser Busch-Brauerei hat es auf nahezu 1,2 Millionen Barrels gebracht. Mit dieser Brauerei ist für den Flaschenbedarf eine Glasfabrik verbunden. Bei Pabst sah ich eine automatische Maschine, die stündlich neuntausend Flaschen weicht, ausspült und vollkommen reinigt. In den „Raritan Copper Works“ in Perth Amboy, N. J., veranschaulichte sich mir der Produktionsprozeß, der die Arbeitsmethoden der „alten und der neuen Zeit“ — so nannte der Leiter der Werke die Jahre 1895