60 teil. Dauernd läßt sich ein Güteraustausch nur dann er halten, wenn alle Teile daraus Nutzen ziehen, was eine relative und zeitweise Überflügelung des einen durch den andern nicht ausschließt. Wenn irgendwo ein Land dem andern Ware unter dem Marktwert oder gar unter dem Gestehungswert überläßt — aus welchem Grund immer es geschehen mag —, macht es ihm ein Geschenk oder zahlt ihm einen Tribut. Daß aber andauernde Geschenke oder Tributzahlungen den damit Bedachten wirtschaftlich zurück brächten, kann sinniger Weise nicht behauptet werden. Es wird eine Zeit kommen, in der man sich in den Vereinigten Staaten sagen wird, daß es doch eine besonders unwillkommene Kehrseite darstelle, wenn der Amerikaner seinen Bedarf überteuer bezahlen müsse, damit ihn das wirtschaftlich zu besiegende Ausland billiger, sogar unter dem Gestehungspreis, erhalte. Daher glaube ich, daß der amerikanische Konsument allmählich immer mehr zu solchen Betrachtungen gelangen muß. Und weil dies der Fall sein wird, so meine ich auch, daß die Produzenten selbst, in kühlerer Abwägung, zumal wenn sie erst Verlust jahre durchgemacht haben werden — die doch unausbleib lich sind, unbeschadet der „unbegrenzten Möglichkeiten“ im eigenen Lande —, sich der Erkenntnis nähern werden: daß sich ein stetiger und gesunder Außenhandel, dessen die immer mehr anwachsende Industrie-Erzeugung dringend bedarf, nur auf dem Boden langfristiger Tarif- bezw. Handels verträge erhalten und fortentwickeln läßt, unter Beseitigung eines ungeheuerlichen prohibitiven Hochschutzzollsystems, das nicht der Gesamtheit des Volks, sondern auf die Dauer nur einem Teil und hier wieder nur übermächtigen Interessen gruppen Nutzen bringt.