66 größerem Maßstab geplant ist. Handelsgeschäftlich freilich haben wir uns in nicht unbeträchtlichem Umfang, nicht zu unserm Schaden, in den Vereinigten Staaten betätigt, industriell aber jedenfalls nicht in ausreichendem Maß. Und doch war gerade in den Vereinigten Staaten der Boden vorhanden, auf dem und unter dem man hätte bauen und ausbauen können — selbstverständlich mit Umsicht und Besonnenheit. Die Engländer, saturiert wie sie sind, haben doch noch so viel Bewegungstüchtigkeit aus der großen alten Zeit, in der sie die Weltmärkte beherrschten, daß sie sich, nach Vorstudien durch zuverlässige Ingenieure und Sachverständige, in den Vereinigten Staaten vielfach industriell beteiligt und u. a. in London Gesellschaften zur Exploitierung amerikanischer Bergwerksdistrikte begründet haben. Ob das in der Ratifikation begriffene Zustandekommen der Schiffahrtskombination, deren übergroße Kapitalisierung neben anderen Erwägungen die Gedeihlichkeit in Zweifel stellt, eine Überraschung für die deutschen Interessenten war, und ob diese von den Einzelheiten des Planes erst vernahmen, als Morgan ihn so weit gesichert und durch geführt hatte, daß eine Durchkreuzung nicht mehr möglich schien — das entzieht sich der Beurteilung der Außen stehenden. Daß die deutschen Gesellschaften ohne Schädi gung der Interessen der Aktionäre, wir selbst ohne Beein trächtigung unserer nationalen Würde davonkommen werden, dafür schulden die Aktionäre und wir den Männern, die das bewirkt haben, rückhaltlose Anerkennung. Ob und welche Überraschungen daraus drohen, daß sich der Exporteifer der Vereinigten Staaten gegenwärtig mit besonderem Nachdruck auf den ostasiatischen Markt richtet, ist schwer vorauszusagen. Der amerikanisch chinesische Handelsverkehr war bisher absolut und relativ nicht bedeutend und hat unter den jüngsten chinesischen