71 Landwirtschaft zu dienen. Ebenso müßte der weitere Aus bau der Schienenstraßen und je eher je lieberdie Ausgestaltung des Netzes der Wasserwege in Angriff genommen werden. Beides würde Boden- und Gütererzeugnisse den heimischen Verbrauchsstätten vorteilhaft näherrücken. Und alles dies wird seinen vollen Wert erst dann erhalten, wenn im Sinne der wirtschaftlichen Weltpolitik unseres Kaisers der freien Entfaltung ökonomisch gesunder Kräfte nirgends hemmender oder bevormundender Zwang angelegt wird, we'nn, wie in den Vereinigten Staaten, das Neue nicht mit Mißtrauen betrachtet wird, bloß weil es neu und darum ohne „Vorgang“ ist, wenn man bei der Behandlung auch wirtschaftlicher Angelegenheiten — um in der Sprache der Beamten-Bureaukratie zu reden — nicht immer nach „Similia“ sucht. Hierauf dürfte grundsätzlich mehr Gewicht zu legen sein als auf eine etwaige, selbstverständlich wesentlich modifizierte, Übernahme des amerikanischen industriellen Trustwesens. Immerhin sollte man in Erwägung ziehen, ob und inwieweit es tunlich wäre, auch hier das Gute zu über tragen und zugleich das Ungesunde oder Diskreditierende auszuscheiden. Gerade die Fortschritte, die wir gemacht haben, legen uns die Verpflichtung auf, zur Sicherung dieser Fortschritte und zu deren dauernder Weiterführung im Wett bewerb auf den Weltmärkten, allen Einrichtungen und Organisationen, die anderwärts in Wirksamkeit sind, strenge Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei soll von phantastischen Zukunftsplänen gar nicht die Rede sein! Liegen doch bei uns die ursprünglichen allgemeinen Voraussetzungen günstiger. Langsam, stetig und zielbewußt, niemals sprunghaft, zuweilen intermittierend — wenn auch wir uns einmal übernommen hatten —, haben wir uns aus Kleinem heraus fortentwickelt, ohne daß ein krasser Hochschutzzolltarif das plötzliche