87 schenkenner im allgemeinen waren, und daß sie den Präsi denten Roosevelt im besondern richtig zu beurteilen wußten. Sie widersprachen ihm nicht und überhörten ge wissermaßen seine Fehdeansage. Sie wußten, daß Roose velt die Zeichen der Herrschaft bald viel zu sehr lieb gewinnen würde, um bei dem Entschluß einer Trennung von ihnen nach kurzen drei Jahren zu verharren. . So ist es auch gekommen. Präsident Roosevelt will sich zur Wiederwahl stellen, und damit ist er der Partei verfallen. Er hat der Reihe nach alle seine Reformankün digungen abgeschwächt. Er wird Mac Kinleys politisches Testament nicht zur Ausführung bringen. Mac Kinley stand in seiner zweiten, das ist nach einer seit Washingtons Tagen unverbrüchlich festgehaltenen Überlieferung letzten Präsi dentschaftsperiode, als er in Buffalo die Revision des Zoll tarifs ankündigte. Vor seiner Wiederwahl hatte er es nicht getan. Präsident Roosevelt ist in diesem Punkt genau so menschlich-klug wie sein Vorgänger. Ihm und den Seinen gefällt es im Weißen Hause so sehr, daß es seiner mit aufrichtiger Moralität verbundenen Eindrucksfähigkeit sicher in kürzester Frist gelingen wird, gerade die Bestrebungen als dem allgemeinen Interesse dienlich zu erkennen, deren Verfechtung ihm eine Erneuerung seiner Amtsperiode wahrscheinlicher macht. Er ist ein warmherziger Patriot und zugleich ein ausgezeichneter Repräsentant jener Na turen, deren gutes Herz für die ganze Welt zu schlagen wirklich glaubt, weil es das eigene Behagen mit dem der Welt identifiziert. Die vorstehende Charakteristik des Oberhauptes der Vereinigten Staaten wäre nicht vollständig, wollte man sich nicht gleichzeitig das Milieu gegenwärtig halten, innerhalb dessen der Präsident zu wirken berufen ist. Die inneren Beziehungen des amerikanischen Bürgers zur Union,