95 und dritten Ranges die gewaltige deutsche Maschinenindustrie und Elektrotechnik in St. Louis repräsentieren, so erhalten die Besucher der Weltausstellung ein falsches Bild von unserer Bedeutung und Leistungsfähigkeit auf diesen Ge bieten, und ein Vergleich mit unserm glanzvollen Auftreten in Chicago könnte die durchaus unberechtigte Vermutung eines Rückschritts erwecken. Das darf nicht sein, das muß unseres Prestiges halber mit allen verfügbaren Mitteln verhütet werden. Und hierzu gibt es, falls auf eine Beteiligung der erstklassigen Aussteller der erwähnten und anderer bedeutsamer Branchen nicht zu rechnen ist, nur einen Weg: den der weisen Selbstbeschrän kung. In den Zweigen der gewerblichen Tätigkeit, in denen wir nicht mit vollem Glanz auszustellen vermögen, weil die potentesten Firmen ihre Mitwirkung versagen, müssen wir auf eine Vertretung in der Ausstellung überhaupt verzichten und unsere ganze Kraft auf die Gebiete konzentrieren, in denen wir auf unsere ersten heimischen Industriellen zählen und die Mächtigsten sein können. Es kann nicht zugelassen werden, daß in St. Louis Industrielle minderen Grades als die alleinigen Vertreter des betreffenden deutschen Industrie gebietes sich selbst ausgeben oder von anderen ausgegeben werden. Das mag von dem einen oder andern Industriellen, der etwas Tüchtiges aufzuweisen hat, ohne daß er selbst zu den allerersten gehört oder die allerersten mit sich zu reißen imstande ist, und der nun daheim bleiben muß, weil andere ausstellungsmüde und nicht erneut opferwillig sind, als eine Benachteiligung empfunden werden, mag unter Um ständen auch tatsächlich eine Benachteiligung sein: doch das allgemeine Interesse muß voranstehen, und der Be troffene muß sich in Entsagung fügen. Mit aufrichtiger Befriedigung wird man daher wahr genommen haben, daß die dem Reichstag mit dem Etats-