26 dieser Weg der Einholung von Auskünften, Rückfragen u. dgl. zeit raubend und umständlich. Endlich entstände der Vorteil, daß allein durch das Bestehen der obersten Reichsverwaltung das gesamte Personal und alle Einrichtungen sich mehr und mehr ganz selbsttätig im Sinne der künftigen Reichsver waltung einstellen würden. Besondere Eingriffe in die vorhandenen Einrichtungen könnten vorerst unterbleiben. Es wäre alles zu über nehmen wie es steht und liegt. Über den einzelstaatlichen Verwaltungen würde zunächst lediglich eine Zentralverwaltung des Reiches gebildet werden, und diese hätte es nun in der Hand, nach und nach Kräfte und Befugnisse an sich zu ziehen, vor allem aber von sich aus und ohne kontradiktatorische Verhandlungen von Partei zu Partei die finanzielle Auseinandersetzung mit den bisherigen Eigentümern der Eisenbahnen vorzubereiten. Auf diesem Wege scheint es möglich, nicht nur wesent lich schneller voran zu kommen, sondern vor allem auch alle Miß- stimmmungen und politischen Schwierigkeiten zu vermeiden, die dann unausbleiblich sein werden, wenn der Gedanke der Reichseisenbahn zum Gegenstand eines Streites um Mein und Dein gemacht wird. Dann ist 'auch zu hoffen, daß — um mit Bismarck zu reden — die erste Reichs- lokomotive zwar nicht die deutsche Freiheit und Einheit bringen wird, wohl aber, daß sie ein wirksames Zugmittel zu diesem Ziele hin abgibt.