22 Zweiter Teil. 1775). b) Das Recht, auf der Allmende Vieh zu weiden und Holz zu schlagen, was oft den in ganz kleinen Verhältnissen Lebenden in die Lage versetzte, 2—3 Kühe zu halten, c) Heimarbeiten wie Spinnen, Weben und andere Beschäftigung für ihn und die Familie bei zeitweise mangelnder Landarbeit. „Das Entscheidende für den Dorfcharakter des 18. Jahrhunderts — schreibt Prof. Hasbach in seiner Geschichte des englischen Landarbeiters — war die Vollkommenheit der sozialen und ökonomischen Übergänge. Das Kleinbürgertum bildete das Zwischenglied zwischen den großen Grund besitzern und den wohlhabenden Bauern, die ihrerseits die Zwischen stufe zwischen dem höheren Bürgertum und den größeren Lehnsleuten und Pächtern vorstellten. Letztere gingen über in die fteineren Leute: Bauern, Lehnsleute und Kleinpächter. Damals gab es keine Proletarier klasse, einzig vom Lohne abhängig und ohne Aussicht, ihre Kinder auf steigen zu sehen." So existierte tatsächlich eine gangbare lückenlose Leiter von der niedrigsten bis zur höchsten Stufe der Landbewohnerschaft. In späterer Zeit ist England mehr als irgendein anderes Land Europas ein Land der Pachtungen von über 20 ha, im Gegensatz zu den Small Holdings, geworden. Mehr denn eine halbe Million Arbeiter, meist ganz ohne eignes Land, sind im Dienste der Farmer. Von den ca. 11000000 ha Land unterm Pflug in England und Wales nehmen ein die Besitzungen von 0,4— 2 ha 1 % der Fläche 2— 20 „ . . 15% „ „ 20—120 „ . • 59% „ über 120 „ - 25% „ „ Ca. 3 Millionen Hektar sind also in der Hand großer Pächter dagegen nur ca. IV2 Millionen in der Hand von Bauern und nur etwas über 1 Million in der Hand kleiner Leute. Der landwirtschaftliche Arbeiter hat an den Allotments nur einen kleinen Anteil, der größere entfällt auf kleine Geschäftsleute und Handwerker. Wieder und wieder tritt uns die aussichtslose Zukunft des Arbeiters entgegen. Die Unmöglichkeit, jemals ein eigenes Stückchen Land zu besitzen, treibt die meisten jungen unternehmungslustigen Leute in die Stadt oder die Kolonien. Meist wird diesem Umstand größere Wichtig keit beigemessen als der Schwierigkeit, den Kindern auf dem Lande eine bessere Erziehung zu verschaffen.